Der Brand im Föhrenwald bei St. Egyden in Niederösterreich ist unter Kontrolle, der Einsatz geht jedoch weiter. Die meisten der in Sicherheit gebrachten Anrainer konnten am Freitagabend in ihre Häuser und Wohnungen zurück. Eine weitere gute Nachricht: Ein junger Feuerwehrmann aus Payerbach wurde während des Einsatzes Papa.
Feuerwehr-Update von Samstag 7.30 Uhr: Die Lage im Bereich des großflächigen Waldbrandes im Föhrenwald hat sich über die Nacht hinweg weitgehend beruhigt. Nach einem einsatzintensiven Tag und einer ruhigen, aber keineswegs entspannten Nacht ziehen die Einsatzkräfte nun eine erste Zwischenbilanz. Die Gefahr ist zwar noch nicht gebannt, doch der vorsichtige Optimismus der Einsatzleitung hat sich bestätigt: Es blieb ruhig.
In der Nacht wurden auch Drohnen mit Wärmebildkamera eingesetzt, um die Glutnester aufzuspüren. Vereinzelt mussten Glutnester gelöscht werden, wodurch ein erneutes Aufflammen oder ein Übergreifen auf angrenzende Waldflächen verhindert wurde. Die in der Nacht errichteten sogenannten Riegelstellungen haben sich bewährt und auch hier eine Brandausbreitung verhindert.
Einsatz geht unermüdlich weiter – für Anrainer keine Gefahr mehr
Mit Samstag wurden die örtlichen Einsatzkräfte durch zusätzliche Kräfte verstärkt. Die alarmierten Einheiten des Katastrophenhilfsdiensts aus den Bezirken Lilienfeld und Tulln trafen planmäßig ein und wurden unmittelbar in die zugeteilten Abschnitte entsendet.
Der Flugbetrieb mit Hubschraubern wurde vorerst nicht wieder aufgenommen. Aktuell sind 250 Einsatzkräfte der Feuerwehren, der KHD-Einheiten, des Sonderdienstes Waldbrand sowie die unterstützenden Organisationen im Einsatz. Für die Anrainer besteht derzeit keine Gefahr mehr.
Anruf während Einsatz, „dass es noch wer ganz eilig hatte“
Eine weitere schöne Nachricht gab die Freiwillige Feuerwehr Payerbach bekannt: Feuerwehrmann Fabian Fuchs war am Freitag vom Brandeinsatz direkt in den Kreißsaal geeilt. „Unser Kamerad Fabian Fuchs rückte mit zum Waldbrand aus, als er plötzlich während des Einsatzes einen Anruf bekam, dass es noch wer ganz eilig hatte, und zwar das Licht der Welt zu erblicken“, gaben seine Kameraden noch in der Nacht auf Facebook bekannt.
Der werdende Vater „wurde mit unserem Versorgungsfahrzeug zu seiner Lebensgefährtin Birgit ins Krankenhaus geführt, wo kurz darauf die kleine Anna Lena zur Welt kam.“ Seine Kameraden wünschen den frischgebackenen Eltern „alles erdenklich Gute für die gemeinsame Zukunft“.
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