Laut Medien:

„Mann mit Rakete“ Grund für Trumps Täuschung

Außenpolitik
13.08.2026 06:48
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Bedrohung durch eine Rakete soll laut US-Medien der Grund für das Täuschungsmanöver auf dem Rückflug von US-Präsident Donald Trump vom NATO-Gipfel in der Türkei gewesen sein. Nun hat sich auch Do&Co-Chef Attila Dogudan, dessen Catering-Container bei der Sicherheit Trumps eine wichtige Rolle gespielt hatte, zur Causa geäußert.

Wie CNN und „New York Times“ übereinstimmend berichten, befürchtete der Secret Service, dass der Präsident „in höchster Gefahr“ sei. Dabei sei von einer schultergestützten Rakete oder einer Boden-Luft-Rakete die Rede. Zudem sei in der Nähe des NATO-Gipfels eine Person mit einer schultergestützten Rakete gesichtet worden.

Dem Vernehmen nach hatte der Iran „offenbar detaillierte Informationen über Trumps Aufenthalt in der Türkei“. Den Informationen der „New York Times“ zufolge wusste Teheran zudem „genau, wo sich Herr Trump in Ankara aufhielt, einschließlich des Stockwerks“.

Trump hat getan, „was der Secret Service sagt“
Das Täuschungsmanöver erfolgte Trumps Angaben zufolge auf Weisung seiner Personenschützer. Er richte sich nach deren Vorgaben, sagte der Republikaner auf Nachfragen von Reportern. „Das liegt allein beim Secret Service.“ Das gelte auch für das Militär. „Ich tue, was sie sagen.“ Der Secret Service ist unter anderem für die Sicherheit des Präsidenten zuständig.

Ein Container des österreichischen Catering-Unternehmens Do&Co diente Donald Trump als ...
Ein Container des österreichischen Catering-Unternehmens Do&Co diente Donald Trump als Rettungskapsel.(Bild: AP/Alex Brandon)

Wie berichtet, sah das Täuschungsmanöver so aus: Der US-Präsident verließ die Air Force One wieder – heimlich über einen Catering-Container von Do & Co. In der Maschine blieben Journalisten, Regierungsangestellte und hochrangige Beamte zurück. Unter ihnen war auch Außenminister Marco Rubio, der so wie die übrigen Passagiere zum unfreiwilligen Lockvogel wurde.

In Großbritannien wieder Umstieg in Präsidentenmaschine
Nach der Landung der Regierungsmaschine in Großbritannien wechselte der Tross des Präsidenten von der alten, hellblauen Boeing 747 in den neuen Jet, der Trump von Katar geschenkt worden war. Der Präsident stieg dort auch in die Air Force One um. Die Öffentlichkeit sollte den Eindruck bekommen, dass er die ganze Reise in den Regierungsmaschinen zurückgelegt habe. In den USA stieg er dann vor laufenden Kameras aus.

Do&Co-Chef freut sich über Werbung für sein Unternehmen
Die Führung des börsennotierten österreichischen Catering-Unternehmens Do&Co war nicht in die Aktion eingebunden. „Es hat niemand angerufen, und niemand hat es auch mitbekommen, um ehrlich zu sein“, erklärte Geschäftsführer Attila Dogudan am Mittwochabend in der „ZiB2“ des ORF. Man habe selbst aus den Medien von der Aktion erfahren und gar nicht gewusst, ob sie wahr sei. „Es ist vom Secret Service organisiert worden und eben secret“, sagte Dogudan.

Er zeigte sich erfreut über die Publicity für sein Unternehmen. „Der Do&Co-Container ist derzeit eines der bekanntesten Dinge und das ist für uns natürlich gut, dass das Logo und die Marke sichtbar wird, zumal wir ja erst vor vier Wochen die WM in Amerika gemacht haben, wo auch Trump unser Gast war.“

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