„Krone“-Kommentar

Und wo ist Kickl?

Kolumnen
13.08.2026 11:00

Das traditionelle politische Sommerloch ist heuer eigentlich ausgeblieben. Die Grüne Gewessler durfte sich bereits im ORF-„Sommergespräch“ als Hohepriesterin der Klimarettung präsentieren. Die Außenministerin antichambrierte zuletzt bei US-Außenminister Rubio. SPÖ-Chef Babler ist, wie gewohnt, Ziel heftiger parteiinterner, vor allem aus Eisenstadt kommender Kritik. Und der Bundeskanzler stolpert bei seiner Sommertour von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen. Alle Parteichefs sind also im Gespräch. Nur einer nicht: Herbert Kickl, der Vorsitzende der stärksten Partei des Landes.

EINERSEITS ist dies nun für die Gegner des blauen Gottseibeiuns – und das sind bekanntlich nicht nur die anderen politischen Parteien, sondern nahezu alle Mainstream-Medien – der Beweis, dass dieser eben nichts zu sagen wisse. Dass von ihm und seinen Mitstreitern keine Lösungen für die Probleme unserer Tage kämen. Weder für die herrschende Hitze und Trockenheit, noch für die steigende Arbeitslosigkeit und die anhaltende Inflation.

ANDERERSEITS wissen die Österreicher, oder zumindest der wachsende Anteil jener, die Sympathien für die blaue Fundamentalopposition entwickeln, dass die Problemlösung eben Aufgabe der Regierung ist. Und überdies scheinen die Menschen, zumindest während der Sommerwochen, froh zu sein, einmal nicht ständig von politischen Mundwerksburschen beglückt zu werden.

Daher gibt es auf die gegenwärtig häufig gehörte Frage „Wo ist Kickl?“, wenn man den Meinungsforschern glaubt, nur eine Antwort: auf der Siegerstraße.

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