Kein Plakat erhalten

Kanadisches Kino zeichnet Spider-Man eben selbst

Ausland
13.08.2026 12:43

Der neue Spider-Man-Kinofilm „Spider-Man: No Way Home“ lässt weltweit die Kinokassen klingeln. In den USA hat der Blockbuster gar den erfolgreichsten US-Kinostart in der Filmgeschichte hingelegt. Das verdanken die Beteiligten nicht zuletzt auch einer extrem breit angelegten Marketing-Kampagne. Zu einer etwas ungewöhnliche Werbemaßnahme musste ein Kino in Kanada greifen, welches keine offiziellen Filmposter erhalten hat.

Zunächst waren die Betreiber von Famous Players 6 in der Ortschaft Prince George (British Columbia) enttäuscht und verärgert darüber, dass sie in ihre Schaukästen kein Plakat des Spinnweben schleudernden Comic-Helden aufhängen konnten. Doch dann hatte einer der Angestellten eine Idee und begann auf einem Blatt zu zeichnen. Wenig später hatte er ein einzigartiges Spider-Man-Plakat, mit dem das Kino für den Film wirbt (siehe Posting unten).

„Es tut uns leid. Wir haben nie die offiziellen Plakate bekommen“
Für die Kinobesucher schrieb der Mitarbeiter wegen der amateurhaften und sehr einfachen Zeichnung – das Wichtigste ist allerdings auch so für jeden erkennbar – auch eine kurze Entschuldigung: „Es tut uns leid. Wir haben nie die offiziellen Plakate bekommen. Wir entschuldigen uns für alle Unannehmlichkeiten.“

Zeichner wird für „Spooder-Man“ im Netz als Held gefeiert
Was aus der Not geboren wurde, hat sich zu einem viralen Hit in den sozialen Medien und bei den zahlreichen Kinobesuchern, die an dem Ersatzplakat vorbeigegangen sind, entwickelt. Mittlerweile ist auch die Identität des Mitarbeiters enthüllt worden. Drake Landon wird im Netz als Held gefeiert. Vor allem wird er gelobt, dass er sich die Mühe gemacht hat, selbst zu zeichnen und nicht die Künstliche Intelligenz zu nutzen. Außerdem wird gemunkelt, dass sich Landon von dem im Jahr 2010 erfundenen Spider-Man-Meme „Spooder-Man“ (siehe Posting unten) habe inspirieren lassen.

Dabei handelt es sich um eine humorvolle Parodie auf den Marvel-Superhelden. Die absichtlich schlecht gezeichneten Charaktere sind grob in Programmen wie Microsoft Paint erstellt worden. Zudem sprechen sie fehlerhaftes Englisch und führen lustige, zusammenhanglose Dialoge.

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