Glashausprojekt Neudau

Das Land wehrt sich gegen Vorwurf der Untätigkeit

Steiermark
13.08.2026 14:06

Der Streit um ein geplantes Mega-Glashaus-Projekt in Neudau spitzt sich zu. Die Betreiber haben Politik und Behörden jüngst in der „Krone“ des „Totalversagens“ bezichtigt. Das Land Steiermark wehrt sich nun gegen diese Vorwürfe.

„Es reicht, das Maß ist voll!“ Die erfolgreichen Unternehmer Frank Albert (Supernova) und Manfred Hohensinner (Frutura) haben in der „Krone“ zuletzt auf den Tisch gehaut. Warum? Ihre geplanten Gemüse-Glashäuser in Neudau stehen vor dem Aus. Die Initiative kam vom lokalen Unternehmer Alexander Kottulinksy (Kotax Farm & Forestry). Genehmigungen lagen bereits vor.

Doch dann kam Robert Rogner ins Spiel. Der Besitzer der Blumauer Therme ist gegen das Glashausprojekt (er befürchtet negative Auswirkungen auf seinen touristischen Leitbetrieb), beantragte selbst eine weitere Bohrung nach Thermalwasser und brachte den wasserrechtlichen Bescheid der Neudauer Gruppe zu Fall. Die Folge: Die für Anfang 2026 vorgesehene Probebohrung wurde, gegen Zahlung einer millionenschweren Pönale, abgesagt, das Projekt steht seitdem still. 

„Rogner will uns verhindern“, war Albert im „Krone“-Gespräch überzeugt. „Und die Politik schaut zu.“ Ihr und den Behörden werfen Albert und Hohensinner „Totalversagen“ vor. Die zuständigen Beamten seien kaum erreichbar und würden keine Entscheidungen treffen, die Politiker würden sich wegducken. 

Land wehrt sich gegen Vorwürfe
Das Land Steiermark wehrt sich nun gegen diese Vorwürfe. „Die Behörde war definitiv nicht untätig“, sagt Christoph Romirer, Leiter des Referats für Wasser-, Abfall- und Tierschutzrecht des Landes Steiermark. Ganz im Gegenteil habe man der Neudauer Gruppe sogar ermöglicht, trotz der Beschwerde mit der Bohrung zu beginnen. Lediglich der entscheidende Pumpversuch, bei dem getestet wird, wie viel Wasser tatsächlich gefördert werden kann und welche Auswirkungen das auf die bestehenden Thermalwasserrechte haben könnte, darf aber noch nicht stattfinden. Dafür müsse man die Entscheidung der Gerichte abwarten.

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