Crowdfunding-Aktion

Open Air kämpft nach Drohung um seine Zukunft

Oberösterreich
12.08.2026 09:00

Nach der spektakulären Räumung von dem Free Tree Open Air in Taiskirchen (Oberösterreich) am Samstag entstand für Veranstalter enormer finanzieller Schaden. Jetzt soll Crowdfunding helfen und man macht sich auch Gedanken um die Zukunft.

Den Veranstaltern des Free Tree Open Airs noch immer in den Knochen. Am Samstag musste das Festival gegen 21.45 Uhr abgebrochen werden, nachdem mehrere telefonische Drohungen mit verzerrter Stimme eingegangen waren. Die rund 3000 Besucher wurden vom Gelände geschickt, alles lief ruhig und entspannt ab (wie berichtet).

Zwar wurde das Open Air, das schon seit 2012 Jahr für Jahr abgehalten wird, am Sonntag zu Ende gebracht. Die Veranstalter bleiben allerdings auf einem hohen Schaden sitzen und müssen alles überdenken.

Crowdfunding soll Schaden abdecken
„Wir können den genauen Schaden noch nicht beziffern. Aber es wurde natürlich weniger Umsatz gemacht, während die Fixkosten blieben“, sagt Johann Gattermaier vom Kulturverein Free Tree. Zudem gibt es nicht wenige Besucher, die das Eintrittsgeld zurückverlangen oder zumindest einen Teil, nachdem das Open Air früher aus war, als geplant.

(Bild: Kronenzeitung)

Viel positives Feedback
„Wir erfahren aber auch unheimlich Positives. Einige Künstler haben auf ihre Gagen verzichtet und es haben sich viele Menschen gemeldet, die helfen wollen“, so Gattermaier. Deshalb hat man sich nun entschlossen, eine Crowdfunding-Aktion zu starten, wie der Verein in den sozialen Medien ankündigte. „Auch hier war das Feedback schon sehr großartig“, freut sich Gattermaier über den Zuspruch. Und dennoch bleibt die Frage nach der Zukunft. „Natürlich stellt man sich die. Da haben viele Freiwillige viel Zeit und Herzblut investiert. Vier Wochen lang wurde das Festivalgelände aufgebaut. Und dann macht ein Droher alles kaputt“, so Gattermaier.

Das Open Air nicht abzubrechen, war keine Option. „Wir haften für alles. Wäre dann doch etwas passiert, wären wir im Gefängnis gelandet“, gibt er zu bedenken.

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