Große Beteiligung bei einer Bürgerumfrage zum Linzer Volksgarten, mit relativ wenigen überraschenden Ergebnissen: Nachts fühlen sich nur 16,5 Prozent der Befragten in der zentralen Grünanlage sicher. Hauptkritikpunkte sind die grauslichen Toiletten und soziale Randgruppen, die für Unsicherheit sorgen.
Nachts im Volksgarten zu sein ist für viele Linzer dasselbe wie eine Gratis-Fahrt mit der Geisterbahn. Laut einer großen Bürgerumfrage fühlen sich nämlich dort im Dunkeln nur 16,5 Prozent der Befragten sicher. Untertags sieht es freilich besser aus: denn dann haben in der zentralen Grünanlage knapp über 63% keine oder kaum Angst.
Vor allem aufgrund der Randgruppen, die sich speziell in der warmen Jahreszeit im Volksgarten aufhalten, besteht Verbesserungsbedarf. Die Sicherheit steht im Fokus
Bürgermeister Klaus Luger
3600 Bürger waren eingeladen worden
Rund 3600 Bürger in der Nähe des Volksgartens waren eingeladen worden, ihre Meinung zu den Problemen im Park abzugeben: mehr als 900 Personen beteiligten sich. „Das ist vergleichsweise ein Rekordwert, der zeigt, wie sehr der Volksgarten den Menschen am Herzen liegt“, so Stadtchef Klaus Luger , der mit Integrationslandesrat Wolfgang Hattmannsdorfer und SR Michael Raml die Ergebnisse präsentierte. Knapp 70% besuchen oder durchqueren den Volksgarten täglich bzw. mehrmals wöchentlich.
Natur statt Gastro
Interessant: alle Befragten wollen Natur, viele keine Gastro und keiner einen Markt. Der Zustand der Anlage wird meist als gut bzw. sehr gut beurteilt, ein Ort des Schreckens sind hingegen die Toiletten. Ihr Zustand wird von mehr als 80% bemängelt. Auch punkto Beleuchtung hoffen die Bürger, dass nicht nur den Stadtvätern ein Licht aufgeht.
An Sauberkeit mangelt´s
Überhaupt, die Sauberkeit: bei den Sitzgelegenheiten, rund um die Haltestellen und bei den WCs siehts düster aus. Deutlich mehr als Hälfte sind damit unzufrieden. Auch in der Kritik: die E-Scooter-Fahrer haben im Volksgarten keine Fans.
Die Stadt plant Maßnahmen, diese sollen aber erst morgen, Mittwoch bekannt gegeben werden. Die VP fordert als erstes, die Sitzbänke umzustellen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.