Aufregung in Wien-Liesing: Ein 45-jähriger Mann steht im Verdacht, seine Nachbarn im Stiegenhaus eines Mehrparteienhauses mit dem Tod bedroht zu haben. WEGA-Beamte stürmten daraufhin seine Wohnung.
Zunächst soll der 45-jährige türkische Staatsbürger gegen 14 Uhr im Stiegenhaus randaliert haben. Als ihn besorgte Nachbarn auf sein Verhalten ansprachen, soll die Situation eskaliert sein. Der Mann zückte ein Küchenmesser und drohte den Anwesenden mit dem Umbringen. Anschließend zog er sich in seine Wohnung zurück und verschanzte sich.
WEGA stürmte Wohnung
Nachdem der Tatverdächtige die Tür trotz mehrfacher Aufforderung der Polizei nicht geöffnet hatte, ordnete die Staatsanwaltschaft Wien die gewaltsame Öffnung an. Sondereinsatzkräfte der WEGA stürmten daraufhin die Wohnung und überwältigten den Mann. Er wurde von Beamten der Polizeiinspektion Anton-Baumgartner-Straße festgenommen.
„Psychische Ausnahmesituation“
Bei der Einvernahme bestritt der 45-Jährige die Morddrohungen, gab jedoch an, sich wegen einer psychischen Erkrankung in einer Ausnahmesituation befunden zu haben. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde er in eine Justizanstalt eingeliefert.
Drohung mit Messer auch in Favoriten
In Favoriten soll es am Samstagnachmittag zu einer ähnlichen Situation gekommen sein. Dabei soll ein 68-jähriger Österreicher seinen 72-jährigen Bruder mit einem Küchenmesser mit dem Umbringen bedroht haben. Grund dafür sei ein Streit um ein geöffnetes Fenster gewesen. Polizisten der WEGA begaben sich in die Wohnung und sicherten den Tatverdächtigen.
Anschließend wurde der Mann von Polizisten der Polizeiinspektion Favoritenstraße festgenommen. Der 68-Jährige zeigte sich geständig. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde er auf freiem Fuß angezeigt. Gegen beide Tatverdächtigen wurden ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen.
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