Die Pläne für ein mögliches Rechenzentrum in Nickelsdorf sorgen für politischen Wirbel im Burgenland. Die ÖVP verlangt Antworten von der Landesregierung. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) zieht indes beim Wasserverbrauch eine rote Linie.
Die mögliche Ansiedlung eines Google-Rechenzentrums in Nickelsdorf sorgt weiterhin für Debatten. Die ÖVP fordert von der Landesregierung jetzt mehr Transparenz. Für ÖVP-Landesparteiobmann Christoph Zarits gibt es noch zu viele offene Fragen. Er fordert, dass die Landesregierung die Bevölkerung endlich darüber informiert, was in Nickelsdorf geplant ist.
Offen seien unter anderem der Flächenbedarf, die Auswirkungen auf Wasser- und Energieverbrauch sowie der konkrete Nutzen für die Region. Landtagsabgeordneter Markus Ulram kündigte dazu einen Fragenkatalog an die Landesregierung an.
Geklärt werden müsse unter anderem, wie hoch der Wasserbedarf wäre, woher das Wasser kommen soll und welche Folgen eine Entnahme für Landwirtschaft und Trinkwasserversorgung hätte. Auch die Zahl der dauerhaft entstehenden Arbeitsplätze und die notwendige Infrastruktur seien aus Sicht der ÖVP offen.
Doskozil: Kein Rechenzentrum bei zu hohem Wasserverbrauch
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) verweist hingegen darauf, dass sich das Projekt in einem sehr frühen Stadium befinde. Derzeit gebe es lediglich Gespräche über eine mögliche Ansiedlung, konkrete Daten zum Wasserverbrauch lägen noch nicht vor. Eines stellte er jedoch klar: „Wenn es Entwicklungen gibt, insbesondere was das Wasser betrifft, in Dimensionen, wie ich jetzt in Oberösterreich gehört habe, dann wird es eine derartige Anlage im Burgenland nicht geben.“
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