Feuer bei Stromleitung
Drei Festnahmen wegen Brandstiftung nahe Athen
Nach dem schweren Waldbrand nahe Athen sind drei Personen wegen des Verdachts der Brandstiftung in Untersuchungshaft gekommen. Den Verdächtigen wird zudem vorgeworfen, Versorgungseinrichtungen beschädigt zu haben. Zwischen Mittwoch und Donnerstag sind in Griechenland 44 neue Brände in Wäldern und Feldern ausgebrochen.
Bei den Festgenommenen handelt es sich um den Chef einer Elektro-Installationsfirma, einen weiteren Unternehmer und den Betreiber eines Windparks. Wie berichtet, war der Waldbrand westlich von Athen am Freitag vergangener Woche wohl von Funkenflug an Stromkabeln ausgelöst worden. Die Installationsfirma eines Verdächtigen steht in Verbindung mit einem Windpark in der Brandregion.
Starker Wind fachte die Flammen an, mehr als 10.000 Hektar Vegetation gingen in Flammen auf. Besonders betroffen war der Badeort Porto Germeno am Golf von Korinth, dort wurden mehr als 120 Gebäude beschädigt. Zudem sind laut Fachleuten 40 weitere abrissreif. Viele Häuser seien vorerst auch unbewohnbar, hieß es.
Dem Eigentümer des Windparks wird vorgeworfen, die Vegetation nicht gerodet zu haben. Bereits am 27. Juni war an derselben Stromleitung ein Brand ausgebrochen. Die Behörden beschlossen nun, den Windpark vorübergehend stillzulegen. Den Männern, die in Untersuchungshaft sitzen, drohen im Fall einer Verurteilung mehr als zehn Jahre Haft. In Griechenland herrscht weiterhin höchste Waldbrand-Alarmstufe. Zwischen Mittwoch und Donnerstag sind laut Feuerwehr 44 neue Brände ausgebrochen.
Toter bei Bränden in Serbien
Derzeit kämpft auch der Balkan gegen Waldbrände. In Serbien ist am Donnerstag ein Mann ums Leben gekommen, der in seinem Dorf ein Feuer entfacht hatte, das er nicht mehr löschen konnte. Flammen fraßen sich in der Nähe von Wohnhäusern durch die bewaldeten Hügel. Die serbische Polizei appellierte an die Bevölkerung, die Warnungen erst zu nehmen. Der Tod des zündelnden Dorfbewohners sei die „schwerwiegendste Folge verantwortungslosen Verhaltens“.
Zuvor waren in Albanien Menschen wegen Waldbränden in Sicherheit gebracht worden. Dort gelang es der Feuerwehr jetzt, dutzende Brände unter Kontrolle zu bringen. Die tagelange Hitze und Trockenheit am Balkan haben auch den Wasserstand vieler Flüsse sinken lassen. Sowohl die Stromerzeugung durch Wasserkraft als auch die Ölimporte sind derzeit gefährdet.











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