Bei Polen-Challenger

Nervenstarker Schwärzler zieht ins Halbfinale ein

Tennis
07.08.2026 17:12

Endlich! Erstmals seit dem Challenger in Kigali im März steht Joel Schwärzler wieder in einem Semifinale eines ATP-Challengers. Beim 75er-Turnier im polnischen Grodzisk Mazowiecki durfte sich der 20-Jährige über einen Zweisatz-Sieg gegen den Belarussen Ilya Ivashka freuen, bei dem der Vorarlberger auch echte Nervenstärke bewies.

Geht doch! Nachdem Joel Schwärzler (ATP-Nr. 183) Anfang März in der ruandischen Hauptstadt Kigali seinen zweiten Titel auf der ATP-Challenger-Tour holen konnte, war ein wenig Sand ins Getriebe des Vorarlbergers gekommen. Zweimal schaffte er noch den Sprung in ein Challenger-Viertelfinale, allerdings stehen seit Kigali auch sieben Erstrundenniederlagen zu Buche.

Erfolgserlebnisse auf Hartplatz
Doch mit dem Umstieg von Sand auf Hartplatz scheint der Erfolg nun zurück. Beim 75er-Challenger in Grodzisk Mazowiecki (Pol) bezwang Schwärzler zum Auftakt den Tschechen Jiri Cizek in zwei Sätzen, ehe er sich im Achtelfinale gegen den Tunesier Aziz Dougarz nach 135-minütigem Kampf als 7:6 (2), 3:6, 7:6 (4)-Sieger vom Platz ging.

Kein unbeschriebens Blatt
Im Duell um den Semifinaleinzug wartete am Freitag dann der Belarusse Ilya Ivashka. Der 32-Jährige rangiert aktuell zwar nur an Position 402 der Weltrangliste, hatte es allerdings 2021 in Wimbledon und 2022 bei den US Open bereits bis ins Achtelfinale geschafft. Im Juni 2022 spuckte ihn der ATP-Computer zudem als Nummer 40 der Welt aus. Warnung genug für Schwärzler.

Satzgewinnn nach 2:5-Rückstand
Doch der hielt zu Beginn problemlos mit – ehe er beim Stand von 1:2 zwar drei Breakbälle abwehren konnte, ehe Ivashka seine vierte Möglichkeit dann zum 3:1 nutzte. In der Folge präsentierte sich der Routinier abgeklärt, stellte auf 5:2 – Satz eins schien schon fast verloren. Doch der junge Harder blieb cool, schaffte das Rebreak zum 4:5 und rettete sich ins Tiebreak, wo er mit 7:5 das bessere Ende für sich hatte.

Abgebrühter Schwärzler
In Durchgang zwei nahm Joel dem Belarussen dann gleich dessen erstes Aufschlagspiel zur 2:0-Führung ab – nur um das postwendende Rebreak hinnehmen zu müssen. Gleich darauf vergab er drei Chancen, auf 3:1 zu stellen. Doch anstatt zu hadern, spielte der Youngster konsequent weiter. Bei 4:4 wehrte Schwärzler einen Breakball ab und stellte auf 5:4. Als Ivashka dann gegen den Matchverlust aufschlagen musste, ging bei ihm gar nichts mehr und so nutzte Joel gleich seinen ersten Matchball, um nach einer Spielzeit von 1:52 Stunden den Einzug ins Semifinale und damit verbunden auch den erstmaligen Einzug in die Top-170 der Welt zu fixieren.
In der Vorschlussrunde trifft der Vorarlberger nun auf den Sieger des Duells zwischen dem Franzosen Mathys Erhard (ATP-Nr. 359) und dem Spanier Ivan Marrerki Curbelo. 

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