78 Festnahmen
Spanische Polizei zerschlägt Schleppernetzwerk
Die spanische Polizei hat ein großes Schlepper- und Drogennetzwerk im Mittelmeerraum zerschlagen und 78 Verdächtige festgenommen. Auch 18 Schnellboote im Wert von über fünf Millionen Euro wurden beschlagnahmt.
Den Ermittlern zufolge nutzten die Kriminellen die Boote, um synthetische Drogen wie Ecstasy von Spanien nach Algerien zu schmuggeln. Auf dem Rückweg seien Migranten an die spanische Mittelmeerküste und nach Ibiza geschleppt worden.
2000 Menschen nach Spanien gebracht
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Gruppe für mindestens 64 Schlepperaktionen verantwortlich ist. Dabei sollen mehr als 2000 Menschen nach Spanien gebracht worden sein, was den Schleppern 24 Millionen Euro eingebracht habe.
Passagiere bei rauer See gefesselt
Die Polizei bezeichnete die Überfahrten als „extrem gefährlich“. Die Migranten seien auf engstem Raum bei hoher Geschwindigkeit auf rauer See unterwegs gewesen. In einigen Fällen seien die Passagiere sogar gefesselt worden, um zu verhindern, dass sie während der Fahrt ins Wasser fallen.
Das Schmugglernetzwerk verlangte den Ermittlern zufolge bis zu 12.000 Euro pro Person. Nach Polizeiangaben waren teilweise bis zu 50 Migranten pro Überfahrt unterwegs. Die spanische Polizei arbeitete in dem Fall mit Europol und ihren Kollegen in Frankreich, Portugal und Polen zusammen.









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