„Krone“-Kommentar

Ein Sieg des Antisemitismus

Kolumnen
07.08.2026 05:00

Der Sieg des moslemischen Linkspolitikers Abdul El-Sayed bei den parteiinternen Vorwahlen der Demokraten in Michigan, bei denen der Kandidat für die Senatswahlen im November bestimmt wurde, ist eine mehr als bedenkliche Entwicklung. Denn El-Sayed fischte ganz bewusst in einem israelfeindlichen, antisemitischen Milieu nach Wählern und hatte damit Erfolg, wenn auch nur knapp. Der studierte Arzt warf die moderate Gegenkandidatin mit 15.000 Stimmen aus dem Rennen.

Dazu muss man wissen, dass Michigan der US-Bundesstaat mit den meisten Moslems ist. In Dearborn in der Nähe von Detroit stellen Moslems die Mehrheit. Die Stadt gilt als die Stadt mit dem größten moslemischen Bevölkerungsanteil außerhalb des Nahen Ostens.

Dort hört man es gerne, wenn El-Sayed Israel Völkermord vorwirft, von einem Apartheidstaat spricht, dem Land die militärische Unterstützung streichen will und dessen Existenzrecht anzweifelt. Ein Kommentator des „Wall Street Journal“ nannte Dearborn einmal „Amerikas Dschihad-Hauptstadt“.

Erschütternderweise wurde El-Sayed auch von vielen nicht moslemischen Linken gewählt. Sein Sieg ist ein Sieg des Antisemitismus.

US-Präsident Trump spricht trotzdem von „großartigen Neuigkeiten“. Denn Umfragen besagen, dass El-Sayed mit diesen Einstellungen bei der Wahl im November niemals gewinnen kann. Und damit könnte Trump seine Mehrheit im Senat vermutlich verteidigen.

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