Zwei Spiele, zwei Niederlagen und bereits 13 Gegentore! Der Start in die ICE Hockey League ist für die Eisbullen völlig danebengegangen. Nach der Horror-Saison im Vorjahr werden Erinnerungen wach, die man in Salzburg eigentlich längst hinter sich lassen wollte. Eine Kolumne von „Krone“-Sportredakteur Manuel Grill.
Fortsetzungen sind vor allem bei Horrorfilmen ein bewährtes Mittel. Meist sind sie ein Abklatsch des Originals – und manchmal hätte man sie sich ganz sparen sollen. So oder so ähnlich dürften wohl auch die Fans der Eisbullen über Fortsetzungen denken.
Bei den ersten beiden Auftritten in der Eishockeyliga fühlte man sich gleich in die vergangene Horror-Saison zurückversetzt. Nach vier Titeln am Stück (2022 – 2025) ist der Meister-Express nun endgültig zum Bummelzug verkommen. Schwächephasen gab es auch unter Matt McIlvane oder Oliver David, wenn es ernst wurde, griff aber wieder die „Red-Bull-DNA“. Diese ist unterwegs abhanden gekommen. Das Management hat in den vergangenen Jahren einige Haltestellen verschlafen. Die besten Cracks aus der hauseigenen Akademie laufen für andere Teams in der Liga auf. Viele davon wurden vergangene Saison mit Graz Meister. Ein Mathias Böhm hingegen wurde aus Wien geholt, vergangene Saison nach Vorarlberg verliehen, im Sommer blitze er bei Alps Hockey Leauge-Teams ab und nun zählt er zum Stammpersonal unter Coach Alan Letang.
Imports enttäuschten bisher
Bei den Importspielern setzte man schon unter Manny Viveiros auf Experimente, diese Strategie scheint man beibehalten zu haben. „Nach so einer Saison braucht es eine Nachbesserung“, verkündete Bulls-Manager Helmut Schlögl im Sommer. Qualität ist definitiv vorhanden, bisher bleiben die neuen Legionäre aber weit hinter den Erwartungen zurück.
Morgen trifft Salzburg – Michi Raffl musste gegen Bozen verletzt raus – im Kellerduell auf Innsbruck. Den Fans kann man nur wünschen, dass das alles vielleicht doch nur ein Albtraum ist, der bald ein Ende findet.
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