Die CDU erlebt in Mecklenburg-Vorpommern einen historischen Absturz – und zieht daraus personelle Konsequenzen. Nach dem verheerenden Wahlergebnis gibt Landesparteichef Daniel Peters seinen Posten auf. Übergangsweise soll ausgerechnet Philipp Amthor die Partei führen.
Peters erklärte nach einer Sitzung des CDU-Landesvorstands in Schwerin seinen Rücktritt. Er übernehme damit persönlich die Konsequenzen aus der „krachenden Niederlage“, sagte der 45-Jährige.
Wie ntv berichtet, soll der 33-jährige Amthor nun bis zu einem Landesparteitag Anfang kommenden Jahres kommissarisch den Landesvorsitz übernehmen. Der CDU-Politiker ist derzeit Staatsminister für die Bund-Länder-Zusammenarbeit im Bundeskanzleramt und zugleich Vizeparteichef in Mecklenburg-Vorpommern.
CDU scheitert an Fünf-Prozent-Hürde
Bei der Landtagswahl am Sonntag kam die CDU lediglich auf 4,9 Prozent der Stimmen und verpasste damit erstmals in ihrer Geschichte den Einzug in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. Gleichzeitig war es das schwächste Ergebnis der CDU bei einer Landtagswahl seit 1949.
Für Amthor ist die Übernahme des Landesvorsitzes eine Rückkehr an die Parteispitze. Er war bis Mai 2025 Generalsekretär der CDU in Mecklenburg-Vorpommern.
Doch nicht nur Peters zieht Konsequenzen. Auch CDU-Generalsekretärin Katy Hoffmeister erklärte im Landesvorstand ihren Rücktritt. Zuvor hatte bereits die CDU-Vizevorsitzende Ann Christin von Allwörden ihren Rückzug bekannt gegeben. Damit steht die CDU in Mecklenburg-Vorpommern vor einem umfassenden personellen Neustart.
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