Die Zeit verfliegt. Vor 80 Tagen herrschte in Österreich Fußball-Ausnahmezustand. Sechzehntelfinale in der Primetime im Fernsehen, durchschnittlich 2,26 Millionen Fans auf ServusTV waren live dabei, hinzu kamen 1,378 Millionen Views im Livestream. Das ganze Land drückte die Daumen. Leider vergeblich. 0:3 gegen den späteren Weltmeister Spanien. So platzte der WM-Traum.
Nächsten Donnerstag meldet sich das Team zurück, hofft gegen Israel auf einen gelungenen Start in die Nations League. In Linz beginnt’s - eine Art Neustart in der Ära von Ralf Rangnick. Sein Amtsantritt vor etwas mehr als vier Jahren löste einen Ruck aus. Bei Rangnicks Debüt hatte die ÖFB-Auswahl auswärts den damaligen Vizeweltmeister Kroatien mit 3:0 geschlagen; die Tickets für die EM 2024 und die WM im vergangenen Sommer wurden gelöst.
Die Euphorie um die Mannschaft erlebte einen neuen Höhepunkt, bis zu 7000 Anhänger begleiteten David Alaba & Co. in die USA. Eine beeindruckende Tatsache für ein kleines Land wie Österreich. Damit steigt auch die Erwartungshaltung in der Öffentlichkeit: Nach EM und WM fällt alles andere als die erfolgreiche Qualifikation für die EURO 2028 schon unter die Kategorie Enttäuschung. Schafft er das, schreibt auch Rangnick Geschichte – als allererster Feldherr, der Österreich zu drei Großereignissen in Serie führt.
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