Die Zustände in der Radiologie im Klinikum Klagenfurt schlagen weiterhin hohe Wellen. Während die Kärntner Ärztekammer einen offenen Brief an die Landesregierung richtet, lud diese noch am selben Tag zum Runden Tisch.
Eine Radiologie ist in einem Krankenhaus nicht wegzudenken. Immerhin kümmert sich diese Abteilung um jede Menge Notfälle. Von der Diagnose und Behandlung von Schlaganfällen über die Versorgung schwerer Blutungen bis zu komplexen gefäßmedizinischen Notfällen.
In der Vergangenheit kam es am Klinikum Klagenfurt in dieser Abteilung aber immer wieder zu Personalengpässen. Ein unzumutbarer Zustand finden die Radiologen.
Kündigungen und offener Brief
Nun richtete auch die Kärntner Ärztekammer einen offenen Brief an die Landesregierung. Denn in den vergangenen Tagen hat sich die Lage so zugespitzt, dass vier Ärzte ihre Kündigung einreichten.
„Der mögliche Verlust hoch qualifizierter Ärztinnen und Ärzte sowie anderer spezialisierter Gesundheitsberufe und einer über Jahre aufgebauten Expertise stellt ein ernst zu nehmendes Warnsignal dar“, heißt es in dem Schreiben, welches vom Obmann der Kurie der angestellten Ärzte, Maximilian Miksch, und den Präsidenten der Kärntner Ärztekammer, Markus Opriessnig, unterzeichnet wurde.
Zahlreiche Verbesserungsvorschläge
Die Ärztekammer appelliert daher an die Landesregierung, dass die Versorgung als gesundheitspolitische Priorität zu behandeln und die finanziellen und strukturellen Rahmenbedingungen sicherzustellen seien. Auch eine langfristige Lösung zur Stabilisierung der Versorgungseinheit und bessere Rahmenbedingungen für die medizinischen Spitzenkräfte und das Halten des professionellen Teams sind eine Forderung.
Runder Tisch tagte
Genau um diese Forderungen drehte sich auch einberufener Runder Tisch von Gesundheitslandesrätin Beate Prettner. Während man nach einer tragfähigen Lösung zwischen Ärzten, Klinikum Klagenfurt und Landesregierung suche, „ist die Versorgungssicherheit für die Bevölkerung weiterhin gegeben“, betont Prettner. Im Notfall signalisieren auch andere Bundesländer, Hilfe zu leisten.
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