Es war ein sehr kleines Lokal in der Wiener Innenstadt, man saß wie in einem Pariser Bistro, Rücken an Rücken. Der junge Gastronom Attila Dogudan hatte schnell in unmittelbarer Nähe zur elterlichen Kervansaray den Geschmack der Kundschaft getroffen, eifrig wieselte er durch das enge Lokal. Essen gut, Stimmung gut, immer mehr prominente Gäste, mit denen er sich blendend verstand. Vor allem mit Niki Lauda, der ihn in der Formel I Szene bekannt machte.
Rasant ging es aufwärts, anders als andere Spitzen-Gastronomen wagte er den Sprung ins Ausland und kämpfte um lukrative Aufträge bei Fluglinien und Großevents wie jetzt bei der Fußball-WM.
Aber es gab auch brutale Abstürze, die Coronazeit war für ihn ein Supergau. Damals machte ich ein Interview mit ihm: Wie reagiert ein dynamischer Unternehmer auf die Veränderung?
Er jammerte nicht, ihn beschäftigte die Lösung der vielfältigen Probleme, und sofort entwickelte er neue Ideen.
Heute ist er ein Vorbildbetrieb: 1998 erfolgte der Börsegang, heute hält seine Stiftung 30 Prozent. Der Umsatz? 2,46 Milliarden (!) Euro mit 16.500 Mitarbeitern, der Konzerngewinn rund 100 Millionen Euro. Vom Mini-Lokal zum Gastronom und Catering-Milliardär. Das ist positives Unternehmertum (trotz aller Fehler, die auch ihm unterlaufen sind). Solche Typen bringen unser Land vorwärts. Aber was geschieht? Mehr Staat, statt mehr Dogudan …
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