In St. Georgen an der Gusen (OÖ) soll ein PVZ errichtet werden. Bis zum Baustart wird es aber noch dauern. Jetzt mehren sich dort die Stimmen, dass das Projekt gescheitert ist.
Rund um die geplante medizinische Versorgung in St. Georgen an der Gusen herrscht derzeit Unsicherheit. Kommt das angekündigte Primärversorgungszentrum überhaupt? Wann wird gebaut und wo sollen die Ärzte bis dahin arbeiten? Bürgermeister Andreas Derntl stellt nun klar: Das Projekt läuft. Dennoch wird es bis zum Baustart noch dauern. Laut Derntl handelt es sich dabei nicht um eine Verzögerung, sondern um einen notwendigen rechtlichen Schritt. „Der Bebauungsplan ist rund 30 Jahre alt. Da passen einige Vorgaben nicht mehr zum geplanten Projekt. Es geht etwa um Geschosshöhen und Abstände zu den Grundgrenzen“, erklärt der Ortschef, der mit einem Baustart frühestens in einem Jahr rechnet.
Medizinische Versorgung ist laut Ortschef gesichert
Doch die Ärzte sollen in einem „Provisorium“ – als wahrscheinliche Übergangslösung wurde das ehemalige Heindl-Gebäude in Aussicht gestellt – schon ab Jänner 2027 zu arbeiten beginnen. Laut ÖGK wurden im Frühjahr 2026 zwei vakante Kassenstellen als Zweier-Gruppenpraxis ausgeschrieben. Für diese Stellen gäbe es bereits Interessenten. „Von Gemeindeseite ist alles auf Schiene. Ich stehe im Austausch mit den Ärzten. Für die Unruhe sorgt lediglich der politische Mitbewerber, der Fehlinformationen streut und damit Nervosität unter den Bürgern auslöst“, stellt der Bürgermeister die Fronten klar.
Er spricht jene Leute an, die meinen, es würde kein Primärversorgungszentrum aus dem Projekt werden. „Die Ärzte entscheiden, ob sie den Weg einer Primärversorgungseinheit gehen oder ob daraus ein klassisches Ärztezentrum wird“, sagt Derntl. Dennoch werden es Kassen- und keine Wahlärzte sein, die die medizinische Versorgung sicherstellen.
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