Suche nach Kandidaten

NEOS eröffnen Rennen um Verbleib im OÖ-Landtag

Oberösterreich
04.08.2026 12:10

Der erneute Einzug in den oö. Landtag ist alles andere als selbstverständlich. Deshalb starten die NEOS in Oberösterreich bereits jetzt die Suche nach ihren Kandidaten für die Landtagswahl im Herbst 2027 – und wollen dabei bewusst einen anderen Weg gehen als ihre politischen Mitbewerber.

Der erste Anlauf 2015 scheiterte, sechs Jahre später gelang den NEOS der Sprung in den oberösterreichischen Landtag – allerdings denkbar knapp. Mit 4,2 Prozent und zwei Mandaten sind die Pinken heute der kleinste Klub im Landesparlament. Entsprechend groß ist die Bedeutung der Vorbereitungen für die Landtagswahl 2027.

Mit den Vorbereitungen haben die Pinken längst begonnen. Landessprecher Felix Eypeltauer machte bei einem Hintergrundgespräch am Dienstag auch gleich den Anspruch deutlich: „Wir machen unsere Listenerstellung anders als die anderen. Wir brauchen auf keine Bünde oder Vereinbarungen in Hinterzimmern Rücksicht nehmen.“

So läuft die Erstellung der Landesliste bei den NEOS
Die Listenerstellung der NEOS läuft in einem dreistufigen Verfahren ab. Zunächst können sich bis 20. August alle Interessierten bewerben. Danach stellen sich die Kandidaten auf einer Online-Plattform vor, beantworten Fragen und stellen sich einer öffentlichen Vorwahl. Abstimmen dürfen alle EU-Bürger mit Hauptwohnsitz in Oberösterreich.

Julia Bammer ist neben Eypeltauer die zweite NEOS-Abgeordnete im oö. Landtag.
Julia Bammer ist neben Eypeltauer die zweite NEOS-Abgeordnete im oö. Landtag.(Bild: Markus Wenzel)

Auf Basis dieses Votums erstellen Landes- und Bundesvorstand einen Listenvorschlag. Das letzte Wort haben schließlich die Parteimitglieder: Sie entscheiden bei der Landesmitgliederversammlung am 26. September über die endgültige Reihung Kandidaten für die Landtagswahl 2027.

„Überzeugen, Netzwerke aufbauen, Fragen beantworten“
Landessprecher Felix Eypeltauer selbst will erneut als Spitzenkandidat ins Rennen gehen. Die Vorwahl sei bewusst so angelegt, dass sich Bewerber nicht nur parteiintern, sondern auch in der Öffentlichkeit bewähren müssten. Wer kandidiere, müsse Menschen überzeugen, Netzwerke aufbauen und Fragen beantworten.

Der pinke Klubobmann selbst hat mit seinem Wahlkampf bereits vor zwei Monaten begonnen, indem er eine Sommertour durch Oberösterreich startete. Das häufigste Anliegen der Menschen sei dabei nicht ein konkretes Sachthema gewesen, sondern der Wunsch nach einem anderen politischen Stil: „90, 95 Prozent der Menschen sagen: weniger streiten, mehr miteinander.“ Und: „Wenn man die Leute einlädt, ihre eigenen Ideen einzubringen, wird das wahrgenommen.“

Zur aktuellen Debatte um den Ausschluss von Veit Dengler aus dem Neos-Parlamentsklub in Wien hat er eine klare Meinung: In Oberösterreich hätte ihn keiner gekannt, „meine Mitglieder trauern ihm nicht nach, sie kennen ihn nicht einmal“. 

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