Mehrere Evakuierungen

Erdbeben erschüttert den Norden der Toskana

Ausland
04.08.2026 12:05
Porträt von krone.at
Von krone.at

Am Dienstagvormittag hat ein Erdbeben den Norden der Toskana erschüttert. Das italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) gab die Stärke mit 4,3 an. Zahlreiche Menschen verließen vorsorglich Gebäude und gingen auf die Straße.

In einigen Orten liefen vorsorglich Evakuierungen. Das Erdbeben war gegen 10.15 Uhr in den Provinzen Pisa, Lucca und Massa-Carrara sowie bis nach Florenz zu spüren. Verletzte oder Schäden wurden zunächst nicht gemeldet. Laut dem Präsidenten der Toskana, Eugenio Giani, gingen Hunderte Notrufe bei der regionalen Notrufnummer ein.

Das Epizentrum lag laut INGV ungefähr sieben Kilometer westlich von Pisa in einer Tiefe von acht Kilometern. Einsatzkräfte und das regionale Katastrophenschutzsystem überprüfen die Lage noch.

Beben bei Neapel am Freitag
Erst am Freitagabend hat ein Erdbeben der Stärke 4,7 die Phlegräischen Felder bei Neapel erschüttert. 26 Menschen wurden verletzt, sie erlitten vor allem Knochenbrüche. Ungefähr 300 Personen mussten ihre Wohnungen und Häuser vorübergehend verlassen. Laut den Behörden wurden mehr als 170 Nachbeben registriert. Die schwersten Schäden wurden aus der Hafenstadt Pozzuoli gemeldet.

Die Phlegräischen Felder sind ein Gebiet mit hoher vulkanischer Aktivität. Sie werden immer wieder von zahlreichen kleinen, teils auch stärkeren Erdbeben heimgesucht. Sie sind zudem Europas größter aktiver Supervulkan. Anders als normale Vulkane haben Supervulkane eine besonders große Magmakammer und explodieren regelrecht.

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