Panik, Stromausfälle

Erdbeben in Neapel fordert mehrere Verletzte

Ausland
31.07.2026 22:40
Porträt von krone.at
Von krone.at

Am Freitagabend hat ein Erdbeben die süditalienische Stadt Neapel und die umliegende Region erschüttert. Die Stärke wurde mit 4,7 angegeben. Mindestens acht Menschen wurden verletzt, in vielen Gebäuden fiel der Strom aus.

Zahlreiche Menschen verließen aus Sorge ihre Wohnungen und rannten in Panik auf die Straße. Die Erdstöße waren in weiten Teilen Neapels und der umliegenden Region deutlich zu spüren. Laut dem italienischen Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) ereignete sich das Erdbeben um 19.46 Uhr. Das Epizentrum lag etwa vier Kilometer von Neapel entfernt im Gebiet des Supervulkans der Phlegräischen Felder.

Bei der Feuerwehr gingen zahlreiche Notrufe ein. Sie rückte unter anderem wegen feststeckender Aufzüge, herabgestürzter Fassadenteile und eines teilweise eingestürzten Gebäudeteils aus. Mehrere Wohngebäude, Fahrzeuge und Kirchen wurden beschädigt. In der Stadt Pozzuoli richtete die Stadtverwaltung ein Einsatzzentrum und Sammelstellen für die Bevölkerung ein. Dort kam es etwa zu Schäden an der Wasserleitung.

Das deutlich spürbare Beben ereignete sich um 19.46 Uhr.
Das deutlich spürbare Beben ereignete sich um 19.46 Uhr.(Bild: EPA/Felice De Martino)
Einige Häuser und Fahrzeuge wurden beschädigt.
Einige Häuser und Fahrzeuge wurden beschädigt.(Bild: EPA/Felice De Martino)

Verletzte bei Felssturz
In der Stadt Neapel stürzte ein Hochspannungsmast teilweise ein, was zu Stromausfällen führte. Der Bahnverkehr im Knotenpunkt Neapel wurde vorübergehend für Sicherheitsüberprüfungen eingestellt. 

In der Gegend der Hafenstadt Pozzuoli südlich von Neapel ereignete sich ein schwerer Felssturz. Große Gesteinsbrocken lösten sich von einem Hang und stürzten auf parkende Autos. Zu dem Zeitpunkt waren zahlreiche Menschen auf der Straße. Mehrere von ihnen wurden verletzt. Insgesamt wurde am späten Freitagabend von acht Verletzten berichtet. Der Hafen wurde wegen tiefer Risse auf den Zufahrten zu den Kaianlagen geschlossen.

Die Erschütterung gilt als die stärkste seit rund 40 Jahren im Gebiet des Supervulkans. In den kommenden Tagen seien noch weitere Erdstöße möglich, warnte die Direktorin des Vesuv-Observatoriums, Lucia Pappalardo. Die seismische Aktivität der Phlegräischen Felder habe in den vergangenen Jahren zugenommen.

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