Panik, Stromausfälle
Über 20 Verletzte bei Erdbeben-Schock in Neapel
Am Freitagabend hat ein Erdbeben die süditalienische Stadt Neapel und die umliegende Region erschüttert. Die Stärke wurde mit 4,7 angegeben. Mehr als 20 Menschen wurden verletzt, in vielen Gebäuden fiel der Strom aus.
Bei dem Erdbeben nahe der italienischen Stadt Neapel wurden mindestens 21 Personen verletzt, zwei davon schwer. 22 Familien mussten ihre Wohnungen verlassen. Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verfolgt nach Angaben ihres Büros die Entwicklung der Lage; eine nationale Kriseneinheit berät. Das Beben der Stärke 4,7 hatte sich am Freitag um 19.46 Uhr ereignet.
Das Epizentrum lag im Gebiet der vulkanisch hochaktiven Phlegräischen Felder westlich von Neapel. Seither registrierten die Messstationen rund 60 weitere Erdstöße. Die Beben waren am frühen Samstagmorgen erneut deutlich in Pozzuoli, Bacoli und mehreren Stadtteilen Neapels zu spüren.




Die schwersten Schäden wurden aus der Hafenstadt Pozzuoli gemeldet. Dort stürzte ein Teil einer Hauswand ein. Große Tuffsteinblöcke fielen auf parkende Autos und beschädigten mehrere Fahrzeuge. In den sozialen Medien kursierten Videos davon.
Einsatzkräfte kontrollierten zahlreiche Gebäude auf mögliche Schäden, während viele Bewohner die Nacht aus Sorge vor weiteren Erdstößen im Freien verbrachten. Die Behörden verteilten Trinkwasser und Hilfsgüter. Der Hafen wurde wegen tiefer Risse auf den Zufahrten zu den Kaianlagen geschlossen.
In der Stadt Neapel stürzte ein Hochspannungsmast teilweise ein. Zeitweise waren rund 100.000 Stromanschlüsse betroffen, die Versorgung konnte im Laufe der Nacht schrittweise wiederhergestellt werden. Der Bahnverkehr im Knotenpunkt Neapel wurde vorübergehend für Sicherheitsüberprüfungen eingestellt.
Womöglich noch nicht vorbei
Die Erschütterung gilt als die stärkste seit rund 40 Jahren im Gebiet des Supervulkans. In den kommenden Tagen seien noch weitere Erdstöße möglich, warnte die Direktorin des Vesuv-Observatoriums, Lucia Pappalardo. Die seismische Aktivität der Phlegräischen Felder habe in den vergangenen Jahren zugenommen.

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