Zermatt hat den Sommerskibetrieb auf dem Theodulgletscher wegen der Hitze eingestellt. Swiss-Ski kann dank Sonderlösungen und dem Transport mit Schneemobilen weitertrainieren. Für ausländische Verbände wie den ÖSV wird die Suche nach Alternativen schwieriger, es geht für die erste Abordnung aus Österreich aber bereits in Kürze nach Südamerika. In Chile und Argentinien herrscht tiefster Winter mit reichlich Schnee.
Verantwortlich für die Zermatt-Schließung waren nicht primär die Pistenverhältnisse, sondern die Transportanlagen. Die anhaltende Hitze, fehlende nächtliche Abkühlung und die starke Gletscherschmelze beeinträchtigen deren Stabilität. „Das Problem sind vor allem die Liftmasten. Aufgrund der starken Gletscherschmelze sind sie zurzeit nicht stabil“, sagte Walter Reusser, Co-Geschäftsführer von Swiss-Ski, im Interview mit dem „Walliser Boten“.
Alternativen kaum vorhanden
Die Situation erinnere an den Sommer 2022, als Zermatt den Betrieb bereits einmal wegen ähnlicher Probleme unterbrechen musste. Auch damals waren die aus dem Eis schmelzenden Masten der entscheidende Faktor.
Eine Alternative zu Zermatt in Europa ist derzeit Saas-Fee. Doch auch dort sind die Kapazitäten begrenzt. Die Bedingungen sind zwar weiterhin gut, gleichzeitig trainierten zuletzt bis zu 600 Athletinnen und Athleten auf den verfügbaren Pisten. Zusätzliche Teams aus Zermatt aufzunehmen, ist deshalb kaum möglich.
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