Alarmstufe Rot

„Volcan de Fuego“ spuckt Säulen aus Asche und Lava

Ausland
05.08.2026 07:22
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein neuer Ausbruch des hochaktiven Feuervulkans (Volcán de Fuego) in Guatemala hält die Menschen in der Region in Atem. Dörfer mussten evakuiert werden.

Der Vulkan rund 40 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Guatemala-Stadt spuckte am Dienstag eine Säule aus Asche, Gasen und Lavafragmenten aus, die vier bis fünf Kilometer hoch in den Himmel stieg, wie der nationale Katastrophenschutz Conred in einem Post auf der Plattform X mitteilte. Für drei Verwaltungsbezirke wurde die höchste Alarmstufe rot ausgerufen.

Die Aschewolken dehnen sich aktuell etwa 120 Kilometer in westlicher und nordwestlicher Richtung aus und könnten den Flugverkehr in den Verwaltungsbezirken Chimaltenango und Suchitepéquez beeinträchtigen.

Warnung ausgesprochen, Vulkan in „intensivster Phase“
Der Katastrophenschutz Conred rief die Bevölkerung auf, sich weder dem Vulkan noch den Schluchten zu nähern, die sich an seiner südöstlichen Flanke befinden. Das Institut für Seismologie und Vulkanologie betonte in seinem jüngsten Post auf X, dass der Vulkan sich derzeit in seiner „intensivsten Phase“ befinde und Vorsichtsmaßnahmen für die Orte im Umkreis von zehn Kilometern getroffen werden sollten.

Schulunterricht abgesagt
Erste Dörfer nahe dem Vulkan in dem mittelamerikanischen Land mussten bereits evakuiert werden. Mehr als 1400 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden. Anrainer suchten Schutz in Notunterkünften. Der Schulunterricht wurde ebenfalls abgesagt. Von dem Ausbruch betroffen sind laut Urízar rund 29.000 Menschen in verschiedenen Ortschaften – etwa durch den Ascheregen.

Schaulustige auf Nachbarvulkan
Medienberichten zufolge sollen sich Touristen trotz eines Aufstiegsverbots auf den nahegelegenen Vulkan Acatenango begeben haben, um von dort aus die Aktivität des Feuerbergs zu beobachten und Videos davon in sozialen Medien zu posten.

Der Vulkan befindet sich derzeit in seiner „intensivsten Phase“. Trotzdem sollen sich Touristen trotz eines Aufstiegsverbots auf den nahe gelegenen Vulkan Acatenango begeben haben, um von dort aus die Aktivität des Feuerbergs zu beobachten und Videos davon in sozialen Medien wie TikTok zu posten.

Der knapp 3800 Meter hohe Feuervulkan liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der seismisch aktivsten Zone der Erde, die Länder von Asien bis Lateinamerika umspannt. Er ist zudem einer der aktivsten Vulkane Mittelamerikas. Im vergangenen Jahr gab es zwei größere Ausbrüche. Bei einer heftigen Eruption im Jahr 2018 kamen rund 200 Menschen ums Leben.

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