Die Aufregung um eine mögliche Betrugsmasche am Rande der Tour de France Femme hat den Rad-Weltverband (UCI) nun zum Handeln bewegt. Mehrere Teams gehen davon aus, dass einzelne Fahrerinnen im Einzelzeitfahren BHs mit künstlicher Polsterung nutzen, um sich dadurch einen Vorteil zu verschaffen – deshalb werden die Outfits vor der Etappe am Dienstag offenbar kontrolliert.
Wie das niederländische Portal „Wielerflits“ berichtet, sollen einige Fahrerinnen beim Einzelzeitfahren durch BHs mit künstlicher Polsterung aerodynamische Vorteile erhalten. Der zusätzliche Aufbau soll den Luftstrom um den Oberkörper entscheidend verändern und dadurch einige Sekunden im Kampf gegen die Zeit einbringen. Mit den UCI-Regeln ist diese Praxis allerdings nicht vereinbar.
Vor dem wichtigen Einzelzeitfahren am Dienstag bei der Tour de France Femme haben deshalb mehrere Teams Vorwürfe geäußert, dass Konkurrentinnen durch diese Praxis einen unfairen Vorteil herausholen könnten. Die Aufregung im Peloton war dementsprechend groß.
Wichtige Etappe für Gesamtsieg
Die Verantwortlichen haben nun offenbar darauf reagiert und die Kontrollen verschärft. Laut „AFP“ sind die Fahrerinnen zehn Minuten vor dem Start ihres Zeitfahrens aufgefordert, sich in einem eigens eingerichteten Zelt zur Kontrolle ihres Outfits einzufinden. Damit soll vermieden werden, dass eine oder mehrere Fahrerinnen sich einen unfairen aerodynamischen Vorteil verschaffen können.
Das Zeitfahren selbst gilt als eine erste wichtige Etappe im Kampf um den Gesamtsieg. Es erstreckt sich über eine Distanz von 21 Kilometern zwischen Gevrey-Chambertin und Dijon.
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