Chinesischer Autobauer

Wer jetzt noch in BYD-Aktien investieren sollte

Wirtschaft
03.08.2026 13:15

Der E-Auto-Hersteller BYD steigerte seine Fahrzeugverkäufe im Juli um knapp 22 Prozent. Dabei wird vor allem das internationale Geschäft immer mehr zum wichtigsten Wachstumstreiber. Trotzdem bleibt für Anleger offen: Reicht diese Entwicklung aus, um die Aktie zu einem attraktiven Investment zu machen?

Der chinesische Elektroautohersteller BYD hat ein deutliches Lebenszeichen gesendet. Im Juli 2026 verzeichnete man einen Absatz von 419.211 Fahrzeugen, ein Plus von 21,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und den dritten Wachstumsmonat in Folge, wie Reuters auf Basis der kürzlich veröffentlichten Unternehmenszahlen berechnete. Der wichtigste Wachstumstreiber bleibt das Ausland: Die Exporte von Pkw und Pick-ups stiegen auf 179.841 Fahrzeuge und legten damit um 124 Prozent zu. Fast 43 Prozent aller Auslieferungen entfielen inzwischen auf internationale Märkte.

Chinesischer Markt bleibt die größte Baustelle
Im Heimatmarkt China bleibt die Lage des Tesla-Konkurrenten dagegen angespannt. Der anhaltende Preiskampf belastet die Nachfrage, der Inlandsabsatz lag im Juli weiterhin rund neun Prozent unter dem Vorjahreswert. Allerdings fällt der Rückgang deutlich geringer aus als im Juni, als die Verkäufe noch um rund 22 Prozent eingebrochen waren. Gleichzeitig arbeitet BYD Produktionsprobleme bei der neuen Blade-Batterie schrittweise ab.

Seit Jahresbeginn verkaufte der Konzern 2,23 Millionen Elektro- und Hybridfahrzeuge – 10,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Um das untere Jahresziel von satten fünf Millionen Fahrzeugen zu erreichen, müsste BYD in den verbleibenden Monaten durchschnittlich rund 530.000 Fahrzeuge pro Monat ausliefern. Davon ist der Konzern trotz des starken Julis noch ein gutes Stück entfernt.

Wie reagiert die Aktie?
An der Börse notierte das Papier am Freitag bei 10,30 Euro. Damit liegt die Aktie zwar rund acht Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt, zum 52-Wochen-Hoch von 13,23 Euro vom August fehlen aber noch gut 22 Prozent. Die starke Exportdynamik spricht klar für BYD und könnte die Gewinne mittelfristig wieder stützen. Gleichzeitig belasten der Preiskampf in China und der deutliche Gewinneinbruch im ersten Quartal von über 55 Prozent das Geschäft. Für langfristig orientierte Anleger bleibt BYD interessant – kurzfristig dürfte die Aktie jedoch erst dann nachhaltig Rückenwind erhalten, wenn sich neben den Verkaufszahlen auch die Margen wieder verbessern.

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