Klare Botschaften. Ob Europa nach den skandalösen Vorfällen im spanisch-afrikanischen Ceuta jetzt endlich aufwacht, fragt Conny Bischofberger den Migrationsexperten Gerald Knaus im „Krone“-Sonntagsinterview. Wenig zuversichtlich antwortet der Mitverhandler des Türkei-EU-Flüchtlingspakts vor zehn Jahren, es müsste endlich klar sein, dass es einfach sinnlos sei, um die Bojen herumzuschwimmen, um nach Ceuta zu gelangen oder über den Zaun zu klettern – schlicht, weil man zurückgeschickt wird. Aber genau diese klare Botschaft und diese überzeugende Politik fehle. Wie wahr! Und so verwundert es auch nicht, wenn auf unsere „Frage des Tages“ am Freitag, ob man nach dem Chaos in Ceuta einen neuen Flüchtlingsansturm fürchte, 89 Prozent „Ja“ sagen. Eine klare Ansage des Migrationsexperten, eine noch klarere Ansage der „Krone“-Leser und -User.
Klare Politik. Unterdessen würgt sich die europäische Politik wie die österreichische von einem mühsam verhandelten Kompromiss zum nächsten. So eine Debatte kann, wie wir es im unsäglichen Wehrdienst-Streit um 8+2, 6+100 und sonstige Wehrpflichtformeln gerade erlitten haben, 6+x Monate dauern, ohne dass am Ende (haben wir überhaupt schon ein Ende?) etwas G’scheites herauskommt. Unterdessen überholen die Rechten mit ihren vermeintlich klaren Botschaften die Zauderer. Bald werden sie rundum beweisen müssen, ob sie nicht nur klare Botschaften, sondern auch eine klare Politik liefern können.
Kommen Sie gut durch den Sonntag!
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.