Dr. Friedrich Hoppichler, ärztlicher Leiter im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Salzburg, gibt Tipps für einen gesunden Start in den neuen Monat:
Fünf Portionen Gemüse und Obst pro Tag – das ist die Grundregel einer gesunden Ernährung. Aber die Menge und die Sorte entscheiden.
Ganz im Mittelpunkt stehen sogenannte Flavanole. Dabei handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe, die für die Farbe und den Geschmack vieler Obst- und Gemüsesorten mitverantwortlich sind. Sie haben viele gesundheitsförderliche Eigenschaften, zum Beispiel wirken sie antioxidativ, entzündungshemmend und auch antiviral.
Aus früheren Studien ist bekannt, dass eine tägliche Aufnahme von rund 500 mg Flavanolen das Risiko an einer Herzerkrankung zu sterben, deutlich senken kann. Für eine aktuelle Untersuchung wurden die Ernährungsgewohnheiten von rund 30.000 Menschen aus Großbritannien und den USA ausgewertet. Zusätzlich bestimmten die Forschenden anhand von Biomarkern im Urin, wie viele Flavanole tatsächlich aufgenommen worden waren.
Auf flavanolreiches Obst und Gemüse zurückgreifen
Das Ergebnis: Nicht einmal jeder Fünfte erreichte diese Menge. Selbst unter jenen Personen, die regelmäßig fünf Portionen Gemüse und Obst aßen. Auch wenn man die empfohlene Anzahl an Obst- und Gemüseportionen erreicht, bedeutet dies nicht automatisch eine genügend hohe Menge an Flavanolen. Ihr Gehalt in Obst und Gemüse ist unterschiedlich.
Die „Fünf am Tag“-Empfehlung bleibt davon unberührt, da noch mehr Untersuchungen nötig sind, ob eine gezielte Erhöhung der Flavanolzufuhr tatsächlich das kardiovaskuläre Risiko reduziert. Die wichtigste Botschaft für den Essalltag aber heißt: Greifen Sie zu besonders flavanolreichem Obst und Gemüse, wie zum Beispiel Zwetschken, Heidelbeeren, Cranberrys, Kirschen, Äpfeln mit Schale oder Ackerbohnen. Aber auch eine Tasse grüner Tee oder eine kleine Portion Bitterschokolade liefern eine Extraportion Flavanole.
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