Die Zukunft im Weißseegletschergebiet in Uttendorf wird konkreter: „Aktuell laufen Gespräche mit einem Interessenten“, stellt Eigentümer und Hotelier Wilfried Holleis klar. Er will sich aber nicht mehr abrupt zurückziehen.
Der Sommerbetrieb auf der Rudolfshütte (2315 m) im Weißseegebiet ist gut angelaufen. Und parallel zur Bewirtung der Alpinisten laufen intensive zukunftsweisende Verkaufsgespräche. Zur Erinnerung: Hotelier und Betreiber Wilfried Holleis hatte vor der Wintersaison 2024 das plötzliche Aus des Gebietes verkündet. Dann ging der Betrieb doch in die Verlängerung.
Es hakte im Bewilligungsverfahren eines Zubaus mit rund 40 Zimmern. „Da bin ich beleidigt“, war Holleis auf die Landespolitik sauer und ergänzt: „Ich habe immer gesagt, lasst uns in dem Kraftwerkstal arbeiten.“ Mit dem Naturschutz konnte mittlerweile über Ausgleichsmaßnahmen wie beklebte Fenster als Vogelschutz ein Einvernehmen erzielt werden. „Ich werde dem Gebiet als Mentor erhalten bleiben, mich aber in den nächsten Jahren zurückziehen“, so Holleis. „Es soll ein sanfter Übergang sein. Ich lasse den Hammer nicht fallen.“
Die schneesichere Lage sei in Zukunft von unschätzbarem Wert. „Mittlerweile merkt man aber auch auf der Rudolfshütte den Klimawandel.“ Die kumulierte Schneehöhe – das sind Neuschneezuwächse – lag früher bei 17 Metern, im vergangenen Winter waren es fünf Meter.
Hotelier will sich auf Raten ganz zurückziehen
Und wie geht es mit dem restlichen Holleis-Imperium weiter? Neben dem Grand Hotel und dem Salzburger Hof in Zell am See gehört auch das Hotel Kvarner Palace in Kroatien zur Gruppe. Holleis’ ältester Sohn Valentin führt im Gebäudekomplex des Grand Hotels das „Pinzga Bräu am See“, drei weitere Kinder haben eine touristische Ausbildung gewählt, die kleinste Tochter Cristina ist erst zwölf. Am Gardasee entsteht gerade ein Weingut. „Mein letztes Projekt“, sagt Holleis.
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