Premiere in Salzburg

Ariadne hebt bei den Festspielen zum Mars ab

Salzburg
02.08.2026 12:00
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Statt im Salon des „reichsten Mannes von Wien“ spielt die Handlung in einer futuristischen Kolonie auf einem fernen Planeten. Die neue „Ariadne auf Naxos“ wird bei den Salzburger Festspielen zur Weltraummission. Premiere ist heute, Sonntag, 20 Uhr.

Eigentlich hätte Elīna Garanča bei den Salzburger Festspielen zu einer Reise auf den Mars aufbrechen sollen. Doch das intergalaktische Abenteuer in Richard Strauss‘ „Ariadne auf Naxos“ findet ohne sie statt. Die Mezzosopranistin sagte ihr Rollendebüt ab, weswegen jetzt Christina Nilsson die Titelpartie übernimmt. Regisseur Ersan Mondtag hebt trotzdem ab und schickt die Oper in eine futuristische Marswelt.

Statt im Salon des „reichsten Mannes von Wien“ spielt die Handlung in einer futuristischen Kolonie zwischen Sandlandschaften und monumentalen Bögen, die an die frühen „Star Wars“-Filme erinnern. Inspiration dafür fand Mondtag ausgerechnet in Salzburg. „Wir haben uns an der Architektur und den Bögen im Toscaninihof orientiert. Diese Formen tauchen auf der Bühne wieder auf“, erklärte er beim Terrassentalk der Festspiele. Der Ausflug ins All ist dabei mehr als bloße Science-Fiction-Spielerei.

Die Inszenierung ähnelt in Zügen den Star-Wars-Filmen, die Musik bleibt klassisch.
Die Inszenierung ähnelt in Zügen den Star-Wars-Filmen, die Musik bleibt klassisch.(Bild: APA/BARBARA GINDL)

Mondtag spielt bewusst mit der Vision, den Mars besiedeln zu wollen. Die Oper wird zum Gedankenexperiment über Macht, Reichtum und Zukunft. Musikalisch bleibt dagegen alles auf der Erde, besser gesagt: ganz bei Richard Strauss. Dirigent Manfred Honeck schwärmt von der enormen Bandbreite der Partitur: filigrane Kammermusik wechsle mit großem Orchesterklang und schaffe eine Klangwelt, die selbst innerhalb von Strauss‘ Opern einzigartig sei.

Mondtag versteht seine Inszenierung vor allem über die Musik. Das Bühnenbild sei wie ein riesiger Lautsprecher konzipiert. „In der Partitur gibt es ganz klare Scharniere, die Handlung und Emotionen verbinden. Das ist fast wie Filmmusik“, sagt der Regisseur. Speziell ist seine Idee, Ariadnes Innenleben sichtbar zu machen. Vier Tänzerinnen verkörpern auf der Bühne ihre Zweifel, Sehnsucht und Albträume. Gleichzeitig machen sie, so Mondtag, die Musik körperlich sichtbar und verbinden die Figur mit dem Orchester. Musikalisch bleibt die Neuproduktion klassisch. Optisch dürfte sie eine der spezielleren „Ariadnen“ werden. Die Reise zum Mars beginnt am Sonntag bei den Salzburger Festspielen.

Larissa Schütz

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Salzburg
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung