Gesund in den Monat

Zucker: Vom Überlebensvorteil zur Gesundheitsfalle

Salzburg
02.05.2026 14:30
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Süßes zu bevorzugen, sicherte unseren Vorfahren schnelle Energie. Heutzutage ist Zucker aber längst kein Vorteil mehr. Langfristig wirkt sich ein hoher Zuckerkonsum negativ auf Gewicht, Stoffwechsel und Zahngesundheit aus.

Aus der Evolutionsbiologie ist bekannt, dass die Vorliebe für Süßes ein uraltes Verlangen ist. Schon unsere Steinzeitvorfahren wussten: Was süß schmeckt – was meist in der Natur bei Beeren der Fall war – ist sehr wahrscheinlich genießbar und liefert schnelle Energie. Daher war diese Vorliebe in Zeiten knapper Nahrung überlebensnotwendig.

Früher nur für Reiche, heute reichlich verfügbar
Süßes, sprich Zucker, war vor hundert Jahren nur den Reichen vorbehalten. Die silbernen Zuckerdosen der Königshäuser waren sogar verschlossen, damit sich die Angestellten nicht bedienen konnten.

Glücksgefühle und unser Gehirn verlangt nach mehr
Dass wir auf süß gepolt sind, dafür sorgt auch das Glückshormon Dopamin – ein wichtiger Botenstoff des Belohnungssystems im Gehirn. Nehmen wir Zucker auf, steigt der Dopaminspiegel und das erzeugt ein positives Gefühl. Das bewirkt, dass wir mehr davon wollen. Dabei wird das Verlangen nach Zucker nicht nur über den Geschmackssinn vermittelt, sondern auch über Verbindungen zwischen Darm und Gehirn.

Zu viel Zucker: Übergewicht, schlechte Zähne bis hin zu Depressionen
Süßes zu bevorzugen, ist heutzutage längst kein Vorteil mehr. Langfristig wirkt sich ein hoher Zuckerkonsum negativ auf Gewicht, Stoffwechsel und Zahngesundheit aus. Sogar Konzentrationsstörungen, Ängste, Depressionen und Demenz werden begünstigt.

Die Menge macht das Gift
Die Allgegenwärtigkeit von süßen Lebensmitteln bedeutet aber auch, dass wir schon früh beginnen müssen, einen bewussten Umgang mit Süßem zu lernen. Ein vollständiger Zuckerverzicht ist weder realistisch noch notwendig. Stattdessen sollten stark zuckerhaltige Speisen und Getränke nur gelegentlich, bewusst und in kleinen Portionen konsumiert werden.

Tipp: den Süß-Gusto mit Obst stillen. In ganzen Früchten kommt Zucker zusammen mit Ballaststoffen vor, die dafür sorgen, dass er langsamer aufgenommen wird und man sich satt fühlt.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

Salzburg

krone.tv

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung