Wer hingehört hat, hat heute Nachmittag Glocken gehört: Insgesamt 3000 waren es österreichweit, die um 15 Uhr geläutet haben. Und wer genauer hingehört hat, hat auch ihren Aufruf vernommen: Der Hunger in der Welt ist groß – dabei müsste er gar nicht sein. Was passiert, während wir genüsslich unser Eis schlecken?
An Hunger stirbt man leise. Erschreckend leise zumeist. Man stellt sich einen Hungertod häufig so richtig dramatisch vor, für alle sicht- und hörbar. Doch in Wahrheit passiert bei länger anhaltendem Nahrungsmangel eines: Betroffene werden in der Regel immer schwächer. Zuerst wird die Müdigkeit immer stärker, die Energie geht einem aus; Apathie, Teilnahmslosigkeit.
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