Der Betrugsprozess gegen eine Kärntner Medizinerin sprengt alle Grenzen: 9000 Aktenseiten sind bereits zusammengekommen, ein Vielfaches wird es noch werden. Und dabei ist die Hauptfrage nicht einmal annähernd geklärt: Was muss ein Kassenarzt genau leisten und wie klärt er seine Patienten darüber auf?
Rund 150 Patienten pro Tag behandelt eine Kärntner Kassenärztin. Eine Ex-Mitarbeiterin meinte, da sei es wie im „Vogelhaus“ zugegangen. Trotzdem soll es eine hohe Zahl an Vorsorgeuntersuchungen gegeben haben, die nur auf dem Papier richtig durchgeführt worden seien – für die Staatsanwaltschaft Betrug, für die Angeklagte ein Angebot an ihre Patienten. Die sie übrigens gut zu kennen scheint.
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