Die Schauspielerin Nastassja Kinski und der Regisseur Wim Wenders haben ihren Streit über eine Nacktszene beendet. Wenders habe sich bei der heute 65-Jährigen entschuldigt und sei „ihrem Wunsch nachgekommen, die von ihr beanstandete Szene aus dem Film zu schneiden“, hieß es in einer Erklärung.
Beide verbinde der Wunsch, dass die Erinnerung an den Film künftig nicht länger von diesem Konflikt überschattet und auch der lange freundschaftliche Umgang wiederhergestellt werde, hieß es am Freitag. Kinski war im Alter von 13 Jahren in einer Szene des Films „Falsche Bewegung“ von 1975 mit nacktem Oberkörper zu sehen. Darin ohrfeigt sie ein Mann und streichelt anschließend ihr Gesicht. Kinski trägt nur eine Unterhose.
Laut eigenen Angaben hatte die Schauspielerin den 80-jährigen Regisseur seit Jahren gebeten, die etwa zwei Minuten lange Szene zu entfernen. Sie hatte sich auch einen Anwalt genommen, der formale juristische Schritte gegen Wenders angekündigt hatte. Dieser hatte im Mai beim Deutschen Filmpreis gesagt, er würde die Szene „heute nie mehr so machen“. Seinem damaligen jungen Ich könne er aber keinen Vorwurf machen. Er habe einen Film in seiner Zeit gemacht. Doch es ergebe sich die Frage für Filmschaffende, wie man mit Filmerbe umgehen solle.
Film Anfang Juni zurückgezogen
Bereits Anfang Juni war das Werk zurückgezogen worden. Streaming-, TV- und Vertriebspartner würden dazu angewiesen, den Film nicht mehr öffentlich zugänglich zu machen, hieß es damals von der Stiftung. „Als einziger der damals für ‘Falsche Bewegung‘ handelnden Verantwortlichen, der noch da ist, sehe ich, dass Nastassja Kinski damals hätte besser beschützt werden müssen. Dafür bitte ich dich um Entschuldigung, Nastassja, ohne Wenn und Aber“, sagte Wenders damals.
Die Schauspielerin kommentierte, dass das keine echte Entschuldigung sei. „Es warst nur du Wim, der es ändern muss (...) und mir gerecht werden“, schrieb Kinski auf der Plattform Instagram.
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