Mann (48) festgenommen

Mit Messer: Steirer drohte Partnerin umzubringen

Steiermark
31.07.2026 12:11

Der Mann soll am Donnerstag seiner Partnerin mit einem 30 Zentimeter langen Messer gedroht haben, sie umzubringen. Nachdem er mehrmals ein Betretungsverbot der Polizei missachtete, nahm diese ihn fest. In der Steiermark wurden heuer bereits 768 Betretungsverbote ausgesprochen.

In Frauental im Bezirk Deutschlandsberg kam es in der Nacht auf Donnerstag zu einem heftigen Vorfall. Die Polizei wurde von einer Frau alarmiert. Ihr Lebensgefährte (48) steht im Verdacht, sie im Streit in der gemeinsamen Wohnung mit einem Küchenmesser bedroht und angekündigt zu haben, sie umzubringen. „Richtigerweise rief die Frau die Polizei“, sagt Polizeisprecher Markus Lamb zur „Steirerkrone“.

Polizei ergriff Sofortmaßnahme 
Die Polizisten vor Ort sprachen gegen den Mann in der Nacht ein Betretungs- und Annäherungsverbot aus. Das ist eine Sofortmaßnahme, die jeder Polizist ergreifen kann, wenn er eine akute Gefahr erkennt. „Es geht um präventiven Schutz für die Opfer“, erklärt Lamb.

Die Beamten nahmen den Mann noch in der Nacht fest.
Die Beamten nahmen den Mann noch in der Nacht fest.(Bild: sos)

Ein solches Verbot gilt für zwei Wochen, die Person darf die Wohnung dann nicht betreten oder sich dem Opfer nähern. Zuvor wird der Verdächtige informiert, wohin er sich nun wenden kann und darf noch unter Beisein der Polizei seine Sachen zusammenpacken. Auch die mutmaßlichen Opfer werden informiert, wo sie Opferschutzstellen finden.

48-Jähriger kehrte zurück, schlug gegen das Fenster
Der betrunkene 48-Jährige zeigte sich im konkreten Fall nicht einsichtig. Trotz des bestehenden Betretungs- und Annäherungsverbots kehrte er in der Nacht mehrfach zur Wohnung zurück. Er versuchte, durch Schläge gegen das Fenster und über eine Terrassentür, in die Wohnung zu kommen. „In solchen Situationen bleibt die Streife meist in der Gegend“, so Lamb. So ermahnte diese den Tatverdächtigen mehrmals. Nachdem dieser das zum dritten Mal missachtet hatte, nahm die Streife ihn fest und lieferte ihn per Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz in die Justizanstalt Graz-Jakomini ein.

Wo Sie Hilfe finden:

  • Der erste Weg bei Fällen von Gewalt sollte immer zur Polizei (Notruf 133) führen.
  • Krisentelefon Frauenhaus: 0800-202017
  • Männerinfo: 0800-400777

Fast 770 Annäherungsverbote in einem halben Jahr
Der Mann wird wegen des Verdachts der gefährlichen Drohung sowie wegen mehrfacher Missachtung des Betretungs- und Annäherungsverbots angezeigt. Im ersten Halbjahr 2026 gab es in der Steiermark bislang bereits 768 derartige Verbote. Das sind allerdings nur die Fälle, in denen sich Opfer trauen, die Polizei zu rufen. Oft ist die Scham zu groß, wie Exekutive und Opferschutzeinrichtungen immer wieder betonen.

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