Am Donnerstagnachmittag wurden die Feuerwehren in der Umgebung von Matrei in Osttirol alarmiert. In einem steilen Waldgebiet wurde eine starke Rauchentwicklung beobachtet: Waldbrand!
Kurz nach 13 Uhr wurde die Feuerwehr Matrei in Osttirol alarmiert – im Bereich Strumerhof, im Wald am nordwestlichen Berg, stiegen Rauchschwaden auf. „Nach erfolgter Lageerkundung vor Ort wurde festgestellt, dass es sich um einen Flächenbrand von ungefähr 500 Quadratmeter in nur zu Fuß zugänglichem, steilen, schwierigen Gelände handelte“, berichtet Manuel Kofler, Bezirksfeuerwehrverband Lienz.
„Aufgrund des leichten Südwindes drohte sich der Brand auszubreiten“, so Kofler. „Zusätzlich stellten die enorme Hitze am Berghang sowie die Zubringung von Löschwasser zum Brandort eine enorme Herausforderung dar.“ Daher wurden sofort weitere Feuerwehren nachalarmiert und auch die Unterstützung von vier Hubschraubern und des Flugdienstes angefordert.
Bauern unterstützten Löscharbeiten
„Die Brandbekämpfung am Berg wurde einerseits mittels Hubschrauber vorgenommen, andererseits unterstützten wiederum dankenswerterweise die ortsansässigen Bauern mit 8 Güllefässern mit in Summe über 40.000 Liter Wasserkapazität die Tanklöschfahrzeuge vor Ort im Pendelverkehr“, erklärt Kofler weiter. Um die Wasserversorgung trotz anhaltender Trockenheit zu gewährleisten, wurde auch eine Relaisleitung aus Mitterdorf gelegt.
„Nach kräfteraubendem Bodenbrandbekämpfungseinsatz am Berg entspannte sich die Lage gegen die Abendstunden weitgehend“, so Kofler. Bei Kontrollflügen der Drohne der Polizei Lienz konnten gegen 19.30 Uhr keine erhöhten Temperaturen mehr festgestellt werden – um 19.40 konnte „Brand aus“ gegeben werden.
Insgesamt standen 170 Florianis der Feuerwehren Matrei in Osttirol, Huben, Prägraten, Virgen, Hopfgarten, Lienz, Nikolsdorf, Oberlienz und den Sonderdiensten des BFV Lienz mit 22 Fahrzeugen im Einsatz.
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