Auf größtenteils bestehenden Forststraßen werden die 60 Meter langen Windradflügel zum Windpark Bärofen transportiert. Das klappt auch in engen Kehren dank einer neuen Transporttechnologie.
Bald werden im Windpark Bärofen auf einer Seehöhe von 1600 Metern acht Windräder ihren Dienst aufnehmen und Strom für knapp 25.000 Haushalte produzieren. Dafür mussten einige Hürden genommen werden – auch für den Transport der 60 Meter langen Windradflügel zu ihrem Verwendungsort.
Windradflügel wurden aufgestellt
„Es wurden nicht extra breite Straßen gebaut. Stattdessen nutzen wir gut ausgebaute Forstwege“, erklärt Energiepionier Franz Dorner, der das Projekt von Anfang an begleitet hat. „Das klappt durch die neue Transporttechnologie, bei der der Windradflügel bei Kurven und Engstellen aufgestellt werden kann.“ Nur ein paar Baumwipfel entlang der Strecke mussten gestutzt werden, damit der Transporter durchkommen konnte.
16 Jahre für acht Windräder
So könnte es bald zu einem Abschluss eines Prozesses kommen, der vor fast 16 Jahren begonnen hatte. „2010 habe ich das Projekt erstmals dem Gemeinderat in Frantschach St. Gertraud vorgestellt. Die Standortgemeinde hat das ökologische Projekt von Anfang an positiv unterstützt“, betont Dorner. Für den Windpark war eine UVP notwendig – weit mehr als 100 Auflagen wurden im Rahmen des Bewilligungsverfahrens kontrolliert.
„Die Genehmigungsphase durch alle Instanzen dauerte 14,5 Jahre, die Bauzeit nimmt eineinhalb Jahre in Anspruch“, ärgert sich Dorner über die Dauer. „Das Windparkprojekt Handalm auf steirischer Seite wurde 2013 begonnen und ist seit neun Jahren in Betrieb.“ Dass bei künftigen Windparks dank Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz die Genehmigungsdauer maximal drei Jahre dauern darf, ist da wohl ein schwacher Trost ...
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