Die verrückten Pläne von FIFA-Boss Gianni Infantino, Anteile an der Weltmeisterschaft an Investoren zu verkaufen, droht zu scheitern. Nach der UEFA und dem CONCACAF stimmte nun auch der asiatische Verband AFC gegen das Vorhaben ...
„Der Fußball hätte niemals in eine solche Lage gebracht werden dürfen“, heißt es vonseiten des AFC in einer offiziellen Mitteilung. „Die Tatsache, dass die Situation einen Punkt erreicht hat, an dem die reale Möglichkeit eines Boykotts der FIFA-Weltmeisterschaft in die öffentliche Debatte eingezogen ist, sollte jeden beunruhigen, dem die Zukunft unseres Sports am Herzen liegt.“
Mehrheit nicht gesichert
Der asiatische Verband hat 46 Stimmen, die UEFA 55 und CONCACAF 35 der insgesamt 211 Mitglieder. Das heißt: Nach derzeitigem Stand sind die irren WM-Pläne der FIFA gescheitert.
Allerdings gibt es einen Haken: Die Konföderationen stimmen nicht als Block ab. Es stimmen die einzelnen nationalen Verbände. Auch wenn UEFA, AFC und CONCACAF die Pläne offiziell ablehnen, kann theoretisch jeder ihrer Mitgliedsverbände trotzdem mit Ja stimmen.
Einzelne Länder sollen entscheiden
Aber die FIFA will ungeachtet des Gegenwindes weiter an den Plänen festhalten. In einer Presseaussendung am Freitagmorgen schreibt der Weltverband von „falsche Medienberichten“, die die Beratungen über die Pläne gestört hätten. „Niemand verkauft den Fußball. Das ist nicht, worüber die FIFA jemals nachdenken würde. Wir werden diesen Konsultationsprozess fortsetzen, um sicherzustellen, dass jeder Mitgliedsverband die Möglichkeit hat, seine Stimme auf der Grundlage von Fakten abzugeben. Aber keine einzelne Instanz kann für sich beanspruchen, alle 211 Mitgliedsverbände weltweit zu vertreten“, hieß es. „Jedem Mitgliedsverband sollte es gestattet sein, den Vorschlag zu prüfen und bei der Gestaltung seiner eigenen Zukunft mitzureden.“

FIFA rudert schon zurück
Die FIFA erklärte aber auch, dass ohne die Unterstützung der 211 Mitgliedsverbände „die kommerziellen Aktivitäten der FIFA unverändert bleiben würden. Die FFE würde nicht gegründet werden. Die FFE wurde ausschließlich vorgeschlagen, um sicherzustellen, dass alle FIFA-Mitgliedsverbände die Möglichkeit haben, die kommerziellen Chancen des Fußballs in ihren jeweiligen Ländern sinnvoll zu nutzen, und dass dies weder auf Kosten des Geistes noch der Führung der FIFA oder des Fußballs selbst geht.“
Erst am Dienstag hatte der Weltverband angekündigt, über die geplante Tochtergesellschaft FFE mehr als vier Milliarden Dollar (3,49 Mrd. Euro) von externen Investoren einwerben zu wollen. Auch künftige WM-Turniere sollen dann unter dem Dach der neu gegründeten FFE organisiert werden, dessen Mehrheitseigentümer der Weltverband wäre. Der Weltverband setzte mit 19. September eine Frist für die Zustimmung zum geplanten Investorendeal und versprach im Gegenzug eine Sonderzahlung.
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