In Kroatien gesichtet

„Spiegeleier“ in der Adria faszinieren Touristen

Wissen
30.07.2026 11:23
Porträt von krone.at
Von krone.at

Wer im Süden von Istrien Urlaub macht, der kann mit etwas Glück eine faszinierende Beobachtung machen: Zurzeit sind Spiegelei-Quallen zwischen dem Badestrand Zelenika und dem Kap Kamenjak unterwegs. Die ungefährlichen Meeresbewohner können einen Durchmesser bis zu 40 Zentimetern erreichen!

Wer Quallen im Meer entdeckt, ist zumeist alarmiert. Doch diese Quallenart ist für den Menschen glücklicherweise nicht gefährlich. Ihr Anblick ist umso faszinierender: Sie weisen einen flachen Schirm auf, der sich in der Mitte wölbt und wegen seiner Farbe an einen Dotter eines Spiegeleis erinnert. 

Qualle fängt kleine Tierchen mit Tentakeln
Oft wird die Qualle von vielen kleinen Fischen begleitet – die Nesselfäden der Qualle bietet diesen Schutz. Sie ernährt sich von kleinen Meerestieren, die sie mit ihren Tentakeln fängt, und Algen. Im Mittelmeer schwimmen sie meist nur knapp unter der Wasseroberfläche, wodurch man sie gut von einem Schiff oder Stand-up-Paddel-Board beobachten kann.

Hier ist ein Video einer Spiegeleiqualle zu sehen: 

Das Nesselgift kann glücklicherweise die menschliche Hautbarriere nicht durchdringen, weshalb sich Schwimmer keine Sorge vor Begegnungen mit der Spiegeleiqualle machen müssen. Dennoch sollen die Meeresbewohner in ihrem Lebensraum nicht gestört werden – das Einfangen mit Keschern oder Kübeln sollte unterlassen werden. 

Massenhaftes Auftreten kann bedenklich sein
Das massenhafte Auftreten dieser Quallenart kann jedoch auch ein alarmierendes Signal sein: Das kommt vor allem in den Sommermonaten vor, wenn die Meerestemperaturen sehr hoch sind. Experten sprechen dann von einer Quallenblüte – in Anlehnung an eine Algenblüte. Solche Qualleninvasionen können Fischbestände im Mittelmeer zusätzlich gefährden, wie die Stiftung Meeresschutz erklärt. 

Die Spiegeleiqualle kann sich aktiv – wenn auch gemächlich – im Wasser fortbewegen und ist nicht von Meeresströmungen abhängig. Sie hat eine Lebenszeit von ungefähr einem halben Jahr. Selten ist sie auch im Atlantik oder im Roten Meer zu sehen. 

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