Schreiben an die FIFA

Erste Länder entziehen Infantino die Unterstützung

Fußball International
03.08.2026 10:53
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Der Druck wird immer größer! Als erster einzelner Fußball-Verband hat Wales öffentlich seine Unterstützung für die von Gianni Infantino beabsichtigte Wiederwahl zum FIFA-Boss im kommenden Jahr entzogen. Und auch England zieht offenbar nach.

„Die jüngsten Defizite in den Bereichen verantwortungsvoller Verbandsführung, Entscheidungsprozesse, Führung, Werte, Stakeholder-Management, Kommunikation und Urteilsvermögen haben dazu geführt, dass Herr Infantino das Vertrauen des FAW verloren hat, weiterhin an der Spitze des Weltfußballs zu stehen“, zitierte Sky News in England den Walisischen Fußball-Verband FAW.

Gianni Infantino
Gianni Infantino(Bild: AFP/PABLO PORCIUNCULA)

Der Co-Gastgeber der EM im kommenden Jahr im Vereinigten Königreich und Irland bestätige demnach „den Entzug seiner Unterstützung für die Kandidatur von Herrn Gianni Infantino zur Wiederwahl als FIFA-Präsident für die Amtszeit 2027 bis 2031.“ Dies habe der Verband der FIFA auch schriftlich mitgeteilt. „Das Wohl des Fußballs nicht an erste Stelle zu setzen, ist ein Versagen, das wir nicht akzeptieren können.“

FIFA-Boss Gianni Infantino gerät immer mehr unter Druck.
FIFA-Boss Gianni Infantino gerät immer mehr unter Druck.(Bild: EPA/ISAAC ESQUIVEL)

Auch der englische Fußballverband (FA) bereitet laut Sky News derzeit ein Schreiben vor.

FIFA-Wahlen 2027 in Marokko
Infantino hatte nach massivem Widerstand Pläne zurückgezogen, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils der kommerziellen Rechte der FIFA etwa an der Weltmeisterschaft eine Milliardensumme einzunehmen. Die Europäische Fußball-Union (UEFA), wovon Wales Mitglied ist, war den Schweizer danach scharf angegangen. Längst wird auch über die Zukunft Infantinos diskutiert, der seit 2016 an der Spitze des Weltverbands steht.

Im kommenden Jahr stehen Wahlen an. Am 18. März 2027 möchte sich Infantino in Rabat (Marokko) auf dem 77. FIFA-Kongress den Statuten zufolge ein letztes Mal für vier Jahre zum Präsidenten wählen lassen. Doch nun scheint Infantino nicht mehr unantastbar zu sein ...

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