Der deutsche Batteriehersteller Varta, an dem der österreichische Investor Michael Tojner zu 50 Prozent beteiligt ist, hat Insolvenz angemeldet. Die entsprechenden Anträge würden derzeit von der zuständigen Richterin geprüft, bestätigte eine Sprecherin des Amtsgerichts in Stuttgart.
Tojner und der Sportwagenbauer Porsche, der die anderen 50 Prozent hält, waren laut Medienberichten nicht mehr zu einer Kapitalspritze für das neuerlich in Schieflage geratene Unternehmen bereit.
Varta steht damit, wie schon zuvor kolportiert, vor der Zerschlagung: Die wichtigsten Gläubiger, darunter die Deutsche Bank und mehrere Hedgefonds, wollen das profitable Haushaltsbatterien-Geschäft übernehmen, Tojner hat Interesse am Geschäft mit Mikrobatterien – etwa Knopfzellen für Hörgeräte – angemeldet.
Bereits 2024 Sanierungsverfahren
Varta war durch einen rasanten Expansionskurs in Schieflage geraten, die Aktien waren 2025 von der Börse genommen worden. Um die Pleite zu verhindern, hatte Varta bereits im Juli 2024 ein Sanierungsverfahren im Rahmen des Restrukturierungsgesetzes StaRUG angemeldet.
In diesem Zuge wurden auch die Altaktionäre aus dem Unternehmen gedrängt. Mit dem nunmehrigen Insolvenzantrag ist die Sanierung allerdings endgültig gescheitert.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.