Zerschlagung wohl fix

Batteriefirma Varta meldete nun Insolvenz an

Wirtschaft
24.07.2026 13:33
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der deutsche Batteriehersteller Varta, an dem der österreichische Investor Michael Tojner zu 50 Prozent beteiligt ist, hat Insolvenz angemeldet. Die entsprechenden Anträge würden derzeit von der zuständigen Richterin geprüft, bestätigte eine Sprecherin des Amtsgerichts in Stuttgart.

Tojner und der Sportwagenbauer Porsche, der die anderen 50 Prozent hält, waren laut Medienberichten nicht mehr zu einer Kapitalspritze für das neuerlich in Schieflage geratene Unternehmen bereit.

Varta steht damit, wie schon zuvor kolportiert, vor der Zerschlagung: Die wichtigsten Gläubiger, darunter die Deutsche Bank und mehrere Hedgefonds, wollen das profitable Haushaltsbatterien-Geschäft übernehmen, Tojner hat Interesse am Geschäft mit Mikrobatterien – etwa Knopfzellen für Hörgeräte – angemeldet.

Investor Michael Tojner hält 50 Prozent der Unternehmensanteile an Varta.
Investor Michael Tojner hält 50 Prozent der Unternehmensanteile an Varta.(Bild: Martin A. Jöchl)

Bereits 2024 Sanierungsverfahren
Varta war durch einen rasanten Expansionskurs in Schieflage geraten, die Aktien waren 2025 von der Börse genommen worden. Um die Pleite zu verhindern, hatte Varta bereits im Juli 2024 ein Sanierungsverfahren im Rahmen des Restrukturierungsgesetzes StaRUG angemeldet.

In diesem Zuge wurden auch die Altaktionäre aus dem Unternehmen gedrängt. Mit dem nunmehrigen Insolvenzantrag ist die Sanierung allerdings endgültig gescheitert. 

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