Kapitän bei Polizei

Schiff kracht in Schleuse: Hinweise auf Ursache

Wien
24.07.2026 14:14

Auf die Frage nach dem „Warum“ zeichnen sich erste Antworten ab. Nach dem Horror-Crash auf der Donau gibt es offenbar Hinweise darauf, dass ein technischer Defekt die Ursache für die folgenschwere Kollision gewesen sein könnte ...

Das Flusskreuzfahrtschiff „Anna Katharina“ war am Freitag gegen 4 Uhr bei der Schleuse Freudenau mit voller Wucht gegen die Kaimauer und ein Schleusentor geprallt. Was genau an Bord passiert ist, soll nun im Zuge der Ermittlungen geklärt werden. Auch der Kapitän - ein 49-jähriger Bulgare - wird aktuell dazu befragt.

Laut „Krone“-Informationen könnte nun ein technischer Defekt eine mögliche Erklärung für den Horror-Crash liefern. Die Ermittler wollen klären, ob ein Problem an Bord dazu geführt haben könnte, dass sich das Schiff nicht mehr wie vorgesehen manövrieren ließ.

Bei der Schleuse Freudenau krachte die „Anna Katharina“ mit voller Wucht gegen die Kaimauer und ...
Bei der Schleuse Freudenau krachte die „Anna Katharina“ mit voller Wucht gegen die Kaimauer und ein Schleusentor.(Bild: Krone-Collage/Stadt Wien | Feuerwehr, APA/TOBIAS STEINMAURER)
Hier endete die Fahrt der „Anna Katharina“.
Hier endete die Fahrt der „Anna Katharina“.(Bild: APA/TOBIAS STEINMAURER)

Für die rund 200 Menschen an Bord endete die dramatische Nacht trotz der enormen Zerstörung am Schiff glücklicherweise glimpflich. Die Passagiere, vor allem Österreicher und Deutsche, dürften durch die Erschütterung gestürzt sein.14 Passagiere wurden leicht verletzt, sechs von ihnen mussten zur weiteren Behandlung ins Donauspital gebracht werden. Schwerverletzte gab es nicht.

Fakten über „Anna Katharina“:

Die MS ANNA KATHARINA gehört seit 2019 zur Scylla-Flotte. Sie ist 135 Meter lang, 11,45 Meter breit und hat einen Tiefgang von 1,95 Metern. Damit bietet sie Platz für 182 Gäste in 6 Junior-Suiten, 2 Dreibettkabinen und 82 Doppelkabinen.

Da sich das Schiff mehrere Meter unterhalb der Hafenmauer befand, wurden fünf Personen mittels Drehleiter vom Schiff, zwei mittels Feuerwehrboot ans Ufer gebracht. Die restlichen Personen konnten auf ein anderes Schiff umsteigen. Nach der Sicherung der „MS Anna Katharina“ am Ufer wurde der Einsatz der Feuerwehr, die mit 60 Einsatzkräften und 18 Fahrzeugen ausgerückt war, um 6.30 Uhr beendet.

(Bild: Hannah Neudeck)
(Bild: Hannah Neudeck)
(Bild: Markus Schmid)

Fotos der beschädigten Bugspitze der „Anna Katharina“ erinnern daran, wie knapp diese Nacht an einer weitaus größeren Katastrophe vorbeigegangen ist ...

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