Seit Tagen rumort es in der Stadt Hallein. Nach dem Stadtfest am 27. Juni machten Wirte und Anrainer ihrem Ärger über das Fest und vor allem den Tourismusverband Luft – die „Krone“ berichtete. Jetzt gibt es in der Salinenstadt erste Konsequenzen und Rücktritte.
Hallein kommt nicht zur Ruhe. Nach dem Stadtfest am 27. Juni sind Diskussionen um den Ausrichter, den Tourismusverband und vor allem dessen Geschäftsführer Rainer Candido entbrannt.
Mit einem offenen Brief gingen 15 teils prominente Gastronomen nach dem Halleiner Stadtfest an die Öffentlichkeit. Zwei der betroffenen Wirte war ein Bauzaun rund um Gastgarten und vors Lokal geknallt worden, weil sie Teilnahme und Gebühren für das Fest ablehnten. Schon zuvor gab es immer wieder Reibereien und Ungemach zwischen Altstadt-Wirten und Tourismusverband.
Vorstand weg, Geschäftsführer bleibt
Jetzt zog der Verband die Konsequenzen. Der Vorstand trat geschlossen zurück. „Mit dem geschlossenen Rücktritt übernimmt der Vorstand Verantwortung für die Entwicklungen der vergangenen Wochen und möchte den Weg für einen Neuanfang öffnen“, heißt es im Schreiben. Der Geschäftsführer, für viele Halleiner Stein des Anstoßes, aber bleibt weiter.
Die Vorstandsmitglieder um Halleins Unternehmer-Urgestein Willi Grundtner möchten aber betonen, dass sie am umstrittenen Geschäftsführer Candido festhalten. „Wir wünschen dem künftigen Vorstand, Geschäftsführer Rainer Candido und dem gesamten Team des Tourismusverbandes viel Erfolg bei der weiteren Entwicklung unserer Stadt“, liest sich das Schreiben weiter. „Unser gemeinsames Anliegen war und ist es, das Verbindende in den Mittelpunkt zu stellen.“
Tourismuschef Rainer Candido war für eine Stellungnahme am Samstagnachmittag nicht zu erreichen.
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