Niemand kann einen Krieg zwischen dem großen China und der kleinen Insel-Republik Taiwan wollen, dessen Folgen für niemanden absehbar wären. Auch für Chinas Staatschef Xi Jinping nicht.
Doch die Lage ist so verfahren, dass auch niemand so einen Krieg ausschließen kann, schließlich betrachtet China Taiwan als „abtrünnige Provinz“, die heim ins Reich geholt werden müsse. Der Tech-Riese Taiwan aber sieht sich als eigener Staat, auch wenn der Rest der Welt aus realpolitisch sinnvoller Rücksicht auf China die Insel nicht als solchen anerkannt hat. Stillhalten lautet also die Parole, aber Peking rasselt regelmäßig sehr laut mit den Säbeln.
Der Ukrainekrieg aber zeigt, dass auch ein vergleichsweise kleiner, unterlegener Gegner einer militärischen Großmacht Paroli bieten kann – mittels technischer Überlegenheit im Drohnenkrieg. Der Ukraine gelingt das allerdings nur, weil Elon Musk ihr schon zu Kriegsbeginn freien Zugang zu seinem Starlink-Satelliten-System gewährt hat, mit dessen Hilfe Drohnen gesteuert, Ziele aufgeklärt und kommuniziert werden können.
Man kann davon ausgehen, dass Musk Starlink auch für Taiwan öffnen würde. Und es ist wohl kein Zufall, dass Raymond Greene, der Direktor des American Institute in Taiwan (also der inoffizielle US-Botschafter dort), unlängst gefordert hat, Taiwan müsse sich in ein „Hornissennest aus Luft-, Oberflächen- und Unterwasserdrohnen“ verwandeln...
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