Abgepumpter Schlamm vom Neusiedler See dient als wertvoller Rohstoff für die heimischen Landwirte. Das Seemanagement möchte die Kapazitäten weiter ausbauen.
Seit der Gründung im Juli 2022 pumpt das Seemanagement jährlich zwischen 40.000 und 60.000 Kubikmeter Weichschlamm aus dem Neusiedler See ab. Früher galt es als Abfall, heute ist ein zertifizierter Bodenhilfsstoff für die Landwirtschaft. Dort, wo die Infrastruktur bereits vorhanden ist, wird der Seeschlamm während der Wintermonate über Transportleitungen in Absetzbecken gepumpt. Bis zum Sommer trocknet er weitgehend ab und kann dann weiterverwendet werden.
Mittlerweile gibt es fünf funktionstüchtige Anlagen dieser Art. In den nächsten Jahren sollen fünf weitere folgen und die Kapazitäten des Seemanagements weiter ausbauen. Für Geschäftsführer Erich Gebhardt war zudem die Zertifizierung des Sediments als Bodenhilfsstoff im Vorjahr ein entscheidender Meilenstein: „Das eröffnet neue Möglichkeiten für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Verwertung.“
Wie sich das in der Praxis auswirkt, schildert Landwirt Johannes Eder: „Vor allem sandige Böden werden verbessert, weil der Schlamm ein guter Wasserspeicher ist.“ Ein weiterer Faktor sei auch der Humusaufbau.
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