Neue Fakten

Ein Rohrbruch führt zu politischen Nachwehen

Salzburg
20.07.2026 08:00

In der Grödiger Gemeindevertretungssitzung kamen im Fall um die Buchbichlsiedlung interessante Fakten ans Tageslicht. Das führt zu Verstimmungen vor allem zwischen FPÖ und SPÖ.

Grödiger Mieter von der Buchbichlsiedlung kämpfen seit zwei Jahren gegen die hohen Nachzahlungen nach einem Wasserrohrbruch. Wie berichtet, wurde der Schaden erst mit der Abrechnung 2024 bekannt. Bis zu 800 Euro mussten die Bewohner im Nachhinein bezahlen. Teilweise mussten dafür sogar Kredite aufgenommen werden. Nach guten Gesprächen zwischen Bürgermeister Herbert Schober und Gswb-Chef Ferdinand Hochleitner übernahm der Wohnbauträger die zusätzlichen Kosten für 2025 in der Höhe von 35.000 Euro. Da 2024 schon lange abgerechnet und verbucht ist, sei eine rückwirkende Auszahlung nicht mehr möglich.

Beim Ablesen des Wasserzählers im Gebäude fiel der Mehrverbrauch durch den Rohrbruch nicht auf ...
Beim Ablesen des Wasserzählers im Gebäude fiel der Mehrverbrauch durch den Rohrbruch nicht auf und es wurde daher nicht gehandelt.(Bild: Markus Tschepp)

Warum ist hoher Verbrauch nicht gleich aufgefallen?
In der vergangenen Woche erreichte das Thema auch die Gemeindevertreter der Untersberggemeinde. Auch Hochleitner war extra anwesend, um die Situation zu erklären. Diese Sitzung brachte einige interessante Tatsachen ans Tageslicht. So hat ein SPÖ-Gemeindevertreter die Ablesung des Wasserzählers durchgeführt – wie die vergangenen 20 Jahre. „Da hätte ihm der deutliche Mehrverbrauch auffallen müssen“, ist FPÖ-Gemeindevertreter Andreas Maschek überzeugt. Der SPÖ-Politiker hätte vermutlich gar nicht ablesen dürfen, weil eigentlich seine Frau dies für die Gswb machen müsste. Das Fass zum Überlaufen brachte für Maschek, dass die Grödiger SPÖ einen Antrag in den Gemeinderat einbrachte, in dem die Gemeinde aufgefordert wird, die Mehrkosten für die Bewohner aus dem Jahr 2024 zu übernehmen. „Das ist echt eine Frechheit. Ein SPÖler macht einen Fehler und die Gemeinde soll es dann zahlen“, so Maschek.

In den vergangenen Wochen haben vor allem die Sozialdemokraten sich als Retter der Bewohner gegeben. Für Maschek nur eine „Inszenierung“. „Es ist gut, dass wir eine Lösung für 2025 gefunden haben und es da keine Mehrkosten gibt“, so Schober. Da 2024 schon länger her ist und die Rechnungen auch bezahlt sind, kann auch keine „unbillige Härte“ mehr angewendet werden. Klar ist für Schober trotzdem: „Die Mieter können nichts dafür.“ 

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

Salzburg

krone.tv

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung