„Krone“-Kolumne

Dieser Eisbullen-Abgang widerspricht Philosophie

66 Scorerpunkte im Grunddurchgang der Alps Hockey League waren offenbar zu wenig: Toptalent Maxim Eliseev bekommt in der sich im Mega-Umbruch befindenden Kampfmannschaft der Eisbullen keine Chance und dockte in Schottland an. Für die „Krone“ geht dieser Abgang klar gegen die Klub-Philosophie. 

Mit 66 Scorerpunkten war Maxim Eliseev in der vergangenen Alps-Hockey-League-Saison an 46 Prozent aller Grunddurchgangs-Tore der RB Juniors direkt beteiligt. Der 20-Jährige war nicht nur innerhalb der Truppe der absolute Ausnahmespieler, sondern lehrte auch die Gegner das Fürchten.

Ein Toptalent, das vor seinem Wechsel in die Akademie beim finnischen Traditionsklub Jokerit eine Topausbildung genoss und an der Salzach sein ganzes Können unter Beweis stellte, lässt man nun überraschend nach Schottland ziehen. Bei den Dundee Stars unterschrieb der Angreifer einen Einjahresvertrag. „Den Talenten auf größter Bühne eine Chance geben“, lautet ein Motto, das man im RB-Imperium in puncto Nachwuchsarbeit nur zu oft hört.

Womit sich die Frage stellt: Wie viel besser hätte ein Bewerbungsschreiben eines Youngsters aussehen müssen, um sich in der Kampfmannschaft der Eisbullen ein Platzerl zu ergattern?

Eliseev war eines der größten Eisbullen-Juwele
Eliseev hätte beim einstigen Serienmeister, der sich aktuell im Mega-Umbruch befindet, eine Importstelle besetzt. Aktuell sind nur vier Legionärsplätze belegt, an Spieltagen dürfen es bis zu zehn sein. Das Risiko der Eisbullen hätte sich daher in Grenzen gehalten.

Auch das Alter darf keine Rolle spielen. Eliseev war eines der größten Juwele der letzten Jahre. Der Abgang widerspricht damit klar der Bullen-Philosophie!

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