Bergwacht gefordert

Zahlreiche Rettungseinsätze rund um den Watzmann

Salzburg
20.07.2026 11:30
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Die Bergwacht Ramsau musste innerhalb von neun Tagen zu zahlreichen Einsätzen am Watzmann, Hochkalter und der Reiteralpe ausrücken. 27 Menschen wurden dabei aus der Bergnot gerettet. Die meisten Einsätze gab es wegen der Watzmann-Überschreitung.

Die Watzmann-Überschreitung ist eine lange und herausfordernde Tour im schweren Gelände,  „Eine lückenlose Tourenplanung ist für ortsunkundige Alpinisten am Watzmann unerlässlich. Beim Einstieg in die Gratüberschreitung auf dem Hocheck ist unbedingt eine Go/NoGo-Entscheidung zu treffen, bei der die bisher für den Aufstieg benötigte Energie und Zeit gute Anhaltspunkte sind, bei der aber auch die aktuell von Gewittern und Starkregen geprägten Wetterverhältnisse eine entscheidende Rolle spielen“, erklärt Bereitschaftsleiter Michael Renner.

Gerade der Südspitz-Abstieg überfordert viele Sportler. In der Nacht von Samstag auf Sonntag musste ein völlig erschöpfter Mann aus Oberfranken mit dem Rettungshubschrauber ausgeflogen werden. Die restlichen drei Bergsteiger der Gruppe wurden von der Bergwacht zu Fuß ins Tal begleitet.

Zwei Tage zuvor brauchten drei Tschechen, die unterkühlt und dehydriert waren, beim Südspitz-Abstieg Hilfe. Sie mussten ein Gewitter überstehen und elf Bergrettern gelang es, die Männer vor dem zweiten Gewitter ins Tal zu bringen. 

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