Im Sommer wagte Fußballprofi Alexander Briedl erstmals den Sprung ins Ausland. Und dann gleich in die schottische Liga. Jetzt warten einige Topspiele auf den 24-Jährigen, der von den Menschen dort hervorragend aufgenommen wurde. Mit ihm soll der Klub wieder zurück in die Erfolgsspur finden.
„Für meine Mama war es am Anfang nicht so leicht“, erzählt Alexander Briedl. Denn in diesem Sommer wagte der Salzburger Fußballprofi erstmals den Sprung ins Ausland, unterschrieb einen Zweijahresvertrag beim schottischen Erstligisten Aberdeen. „Irgendwann muss man mal weg“, weiß der Sohnemann, der in seinen ersten Wochen auf der Insel schon mehrmals Besuch seiner Familie bekam.
Bislang gab es aus sportlicher Sicht allerdings noch nicht allzu viel zu sehen außer Trainings und Vorbereitungsspiele. Das erste Ligaspiel bestreiten Briedl und seine neuen Kollegen am 1. August gegen Sturms Champions-League-Qualigegner Heart of Midlothian. Danach warten Duelle mit Dundee und Motherwell, gefolgt von den Highlightspielen gegen die Kultklubs aus Glasgow, die Rangers und Celtic. „Ich freue mich extrem, vor allem auf die Topspiele“, kann es der Mittelfeldspieler kaum erwarten. Wie ihm seine Kollegen erzählten, sind auch die Heimpartien echte Highlights. Im Pittodrie Stadium, das über rund 20.000 Plätze verfügt, waren vergangene Saison im Schnitt 17.500 zu Gast – die Stimmung ist top, wie Briedl erklärt: „In der Stadt gibt es nur den Verein, alle sind fanatisch!“ Außerdem wurde er extrem gut aufgenommen: „Die Leute hier sind alle extrem freundlich.“
Großer Umbruch bei FC Aberdeen
Und das, obwohl es sportlich vergangene Saison wenig Grund zu jubeln gab. Die Saison schlossen „The Dons“ nur auf Platz acht ab, was den eigenen Ansprüchen (letzter Meister, der nicht aus Glasgow kommt) lange nicht gerecht wurde. „Das war ein Ausrutscher. Es ist ein Riesenverein. Die Anforderung lautet schon, international zu spielen“, weiß der 24-Jährige. Deshalb leitete der Klub um den deutschen Sportdirektor Lutz Pfannenstiel einen Umbruch ein. Briedl soll als eines der neuen Gesichter dem Verein zum Glanz alter Tage verhelfen. Viermal feierte man bislang die schottische Meisterschaft, stemmte außerdem zahlreiche Cup-Trophäen in die Höhe.
Erfolgreich war Briedls vergangene Saison mit Blau-Weiß Linz hingegen gar nicht. Am Ende stiegen die Stahlstädter in die 2. Liga ab. „Der Abstieg nervt mich noch, weil keiner steigt gern ab“, wurmt es den Mozartstädter noch. Dennoch prägte ihn die Zeit extrem. Denn nachdem seine elfjährige Ausbildung in der Red Bull Akademie ein Ende fand, ging es über den Umweg Horn zu Blau-Weiß. Dort bekam er die nötige Zeit, sich zu entwickeln. „Das war sehr wichtig. Mit der Zeit habe ich mich irgendwann reingespielt in die Startelf, auch der Aufstieg in die Bundesliga hat geholfen.“
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