Glänzen kann man auch ohne Kristalle: Nadja Swarovski schlägt ein neues Modekapitel auf. Im Alpin Resort Sacher in Seefeld präsentierte sie gemeinsam mit Ehemann Rupert Adams die britische Luxusmarke „Really Wild“. Mit der „Salzburg Capsule Collection“ treffen Country-Chic, österreichische Tradition und nachhaltige Handwerkskunst aufeinander.
Im luxuriösen Alpin Resort Sacher in Seefeld präsentierten Nadja Swarovski und ihr Ehemann Rupert Adams am Freitag die britische Modemarke „Really Wild“ nun auch in Österreich. Mit der neuen „Salzburg Capsule Collection“ trifft nun britischer Country-Chic auf heimische Tradition – und vor allem auf viel Handwerkskunst.
Vor zwei Jahren erwarben Nadja Swarovski und Rupert Adams die Mehrheitsbeteiligung an dem britischen Label. Nun stellten sie die Marke erstmals einem österreichischen Publikum vor. „Es war immer mein Traum, ein relevantes Produkt zu kreieren“, erklärte Swarovski im Gespräch mit der „Krone“. Bei „Really Wild“ stehen hochwertige Stoffe, traditionelle Verarbeitung und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Besonders angetan habe es Swarovski die schottische Tweed-Kunst: „In einer digitalisierten Welt ist es ein Bedürfnis, wieder auf die Handwerkskunst zurückzukommen. Kollektionen wie diese sind ein fester Bestandteil zeitloser Stilkultur.“
Die Festspiele als Inspiration
Für die neue „Capsule Collection“ ließ sich die Unternehmerin von der Mozartstadt und den Salzburger Festspielen inspirieren. „Ich sehe Salzburg als Riesenjuwel für Österreich. Diese kleine, wunderschöne Stadt hat so viel Talent und Kultur“, schwärmte sie. Bei der Entwicklung habe man sich deshalb gefragt, wie jene Frau aussehe, die zu den Festspielen gehen wolle. Das Ergebnis ist die Kollektion, die intern auch den Namen „Maria“ trägt – und die soll natürlich auch auf österreichischem Parkett eine gute Figur machen.
Statt ständig wechselnder Modetrends setzt die Unternehmerin auf „Slow Luxury“. „Im Gegensatz zu Fast Fashion, die auf schnelle Trends und schlechte Verarbeitung setzt, kreieren wir ein Produkt, das nachhaltig in unseren Handwerksbetrieben entsteht“, betonte sie. Dabei gehe es jedoch nicht nur um Herkunft und Verarbeitung der Materialien. Die Kleidung soll auch ihrer Trägerin ein gutes Gefühl vermitteln: „Wichtig für mich ist, dass sich Frauen in dem, was sie tragen, wohl, stark und perfekt gekleidet fühlen. Mode als weibliches Empowerment sozusagen.“
Viele der Stoffe stammen direkt aus Schottland und werden in kleinen Webereien gefertigt. „Wir waren fasziniert davon, mit welcher Liebe dort gearbeitet wird.“ Auch das Wohl der Schafe und ein respektvoller Umgang mit der Natur hätten für die Betriebe einen hohen Stellenwert.
Heimspiel in Tirol
Dass das Österreich-Debüt ausgerechnet in Seefeld über die Bühne ging, war kein Zufall. „Tirol hat genau dieselben Werte wie England oder Schottland“, erklärte die gebürtige Tirolerin. Das Land verfüge über eine lange Tradition, zudem würden nachhaltige Materialien und Handwerkskunst hier besonders geschätzt.
Gastgeberin Elisabeth Gürtler sah die Kollektion im Fünf-Sterne-Resort ebenfalls bestens aufgehoben: „Nadja Swarovski kommt aus Tirol und war schon immer hier. Zudem schätzt sie das Ambiente im Alpin Resort Sacher – und ,Really Wild‘ passt sehr gut hierher.“
Modischen Vorschriften folgt Gürtler selbst allerdings nur ungern. „Fashion ist für mich Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Ich lehne es ab, Mode nach den Vorgaben von Designern zu folgen“, stellte sie klar. Ihr Stilrezept sei ohnehin längst gefunden: „Ab einem bestimmten Alter hat man eh seine eigene Linie“, sagt sie der „Krone“ augenzwinkernd.
Eine klare Linie verfolgt auch Nadja mit „Really Wild“. Aus ihrer Zeit im Familienunternehmen nimmt sie dabei vor allem eines mit: „Schon bei meiner Arbeit für Swarovski war mir Nachhaltigkeit sehr wichtig.“ Besonders geschätzt habe sie den direkten Austausch zwischen internationalen Designern, Schleifern und Produktentwicklern. Deshalb setze sie auch bei ihrem neuen Modeprojekt auf „totale Transparenz in der Wertschöpfungskette“.
Tja, damit beweist Swarovski, dass ihr Gespür für Glanz auch ganz ohne Kristalle funktioniert.
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